Monat: Oktober 2011

Rendez-vous am Bundesplatz

«Die Wirklichkeit ist nur ein Teil des Möglichen.»

Friedrich Dürrenmatt

Wer diese geniale Kunstinstallation «Son et lumière» noch nicht gesehen hat, dem empfehle ich wärmstens sich auf den Weg zum Bundesplatz zu machen, um diesen abentlichen Genuss für die Sinne zu bestaunen. Ich werde mir das 20 minütige Spektakel auf jeden Fall noch einmal ansehen gehen. Sensationell!

(Spielzeiten allabendlich um 19:00 und 20:30, bis am 26.11.2011)

Danke an die Künstler Benoît Quero und Franck Marty, sowie den Initianten Brigitte Roux und Urs Gysin (Starlight Events).

Auch dem privaten Spender sei Dank, ohne ihn hätte das Spektakel aus Mangel an Sponsoren wohl nie statt gefunden.
(Die Stadt hat sich leider aus Spargründen nicht an den 800’000 Franken beteiligt, aber die Veranstaltung wenigstens bewilligt.)

Hier gibts die 5 Bilder bereits auf  youtube zu sehen, allerdings ist es live natürlich viel cooler:

 

 

Weitere Info zum 3-D-Spektakel

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Ärger mit dem PC – wenn das WiFi zickt

Es ist zum aus der Haut fahren.


(Bild: www.technobuzz.net)

Sohnemanns PC friert jeweils kurze Zeit nach dem Aufstarten ein.
Zwar liess sich das Problem scheinbar auf den Wireless Adapter eingrenzen (mit deaktiviertem WiFi-Adapter läuft der PC einwandfrei) , doch weder Neuinstallation, Treiberupdate, Win7 Memorycheck, SP1 und die letzten „wichtigen“ Updates, halfen, den Fehler zu beseitigen.
Kennt ihr den Spot, wo der PC durch’s Fenster fliegt? Ich bin kurz davor, ihn nachzuspielen!

Klar, vielleicht hilft eine neue Netzkarte, kostet aber wieder Geld und weil das Problem ja noch nicht erkannt ist, arrrrrgh!

 

 

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Abenteuer ÖV III – Nasse Tatsachen

Der Herbst ist eingetroffen und bescherte uns am letzten Montag einen nasskalten Wochenstart.

Mein Regenschirm, Modell Knirps, machte seinem Namen alle Ehre, war er doch gerade mal geeignet, Kopf und Haare vor Niederschlag zu schützen, so hatte nach kurzer Zeit der feine Nieselregen meine Hosenbeine tüchtig eingeweicht. Als ich dann endlich, nicht ohne vorher von anderen Schirmzumachern geduscht zu werden, in den Bus einsteigen konnte, zeigte sich bereits das nächste Problem.

Wohin jetzt mit meinem zu einem tropfnassen Stoffklumpen gefalteten Schirm? Der Nebensitz war noch leer. (Ok, nur so ein Gedanke!) Ich entschied mich dann doch, den Knirps an der Hand baumeln zu lassen, was meine Hosenbeine nur noch stärker einnässte.

Eine eben zugestiegene Dame zauberte gekonnt eine Plastiktüte hervor, steckte ihren Kleinstschirm hinein und verstaute alles zurück in ihre Handtasche.
Clever. Pendeln für Fortgeschrittene.

Anderntags war wieder schönstes Herbstwetter. Ich bin sicher, zum nächsten Regentag vergesse ich die Plastiktüte einzustecken, bin schliesslich Anfänger … 😀

 

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REDWOOD – oder die etwas andere Mittagspause

Eine Mittarbeiterin der Firma insys in Münsingen hat beim Hauptstadtradio CapitalFM ein Konzert der Band REDWOOD für ihre Mittagspause gewonnen. Die Firma steht bei uns gleich um die Ecke und so konnten wir dank eines Freundes eines Freundes bei insys auf dem Hof einen absolut schmackhaften Poprock-Lunch geniessen.

Cool war’s!

Weitere Fotos im Album von Capital FM.

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Abenteuer ÖV – Der (freie) Sitzplatz

Wir schreiben den ersten Tag. Nach dem Einsteigen in die S-Bahn steuerte ich gleich auf den erstbesten Sitzplatz zu. „Ist hier noch frei?“, fragte ich einen junger Mann, etwa Mitte zwanzig, graublaue Handwerkerhosen, am Knie durchgescheuert, rotes T-shirt mit dem Aufdruck „Töfflibueb“.  Dieser blickte konsterniert von seiner Pendlerzeitung hoch und starrte mich ausdruckslos an. Aufgrund seiner weiss verkabelten Ohrenstöpsel dachte ich, er hätte mich nicht verstanden und wiederholte freundlich meine Frage: „Ist hier noch frei?“

„Gaaaaanz falsch, Paps“, wie mich meine Tochter am Abend aufklärte. Beim Pendeln setzt man sich einfach auf die nächste leere Sitzfläche, ohne lang zu fragen. Das hält nämlich nur die nachkommenden Pendler auf, und zwingt andere, dir eine Antwort geben zu müssen. Für etwas, das keiner Antwort, geschweige denn überhaupt einer Frage bedarf.

Der Töfflibueb hatte sich denn auch bereits wieder in sein Pendlerblatt zurückgezogen, ich rutschte mit Hilfe auf Druck der nachrückenden Fahrgäste auf den leeren Sitz.

Ok, Merkpunkt Nummer eins: Hinsetzten, nicht fragen.

(Bildquelle: N24.de)

Es gibt natürlich Spielarten, wie Leute sich einen Sitz ergattern.

Das stumme Einklagen
Dame um die vierzig, schwarzes, streng nach hinten gekämmtes Haar, dunkelblaues Businesskostüm, schwarze Pumps, neben sich eine feste Globus Einkaufstasche voller dicker, bunter Dokumentmappen, angestrengter Blick auf ihre elektronische Agenda, irgendwelche Termine durchgehend.
Junges Mädchen in Jeans mit Löchern und einer weissen Steppjacke bleibt in stummer Anklage neben der Globustasche stehen. Die Business Lady, den Blick weiterhin angestrengt auf ihre Agenda gerichtet, zieht die Tasche etwas näher zu sich heran. Steppjacke lässt sich auf den nun halbfreien Sitz plumpsen, was die Tasche mit ächzendem Knarzen quittiert. So verharren Steppjacke, Globustasche und Business Lady in scheinbar friedlicher Übereinkunft nahe beisammen, und doch sind sie meilenweit voneinander entfernt.

Die fehlende Kinderstube
Tram Linie 8 Richtung Bern-Brünnen. Am Hirschengraben eingestiegen, setzte ich mich auf eine leere Zweierbank und stellte meine Tasche auf die leere Sitzfläche neben mich. Beim Kocherpark stiegen Leute zu, darunter ein Mädchen, knappe dreizehn, mit Turnschuhen ohne Schnürsenkel und Nasenpiercing, auf dem Rücken trug sie eine Art  Geigenkasten aus Stoff.

Ich konnte gerade noch meine Tasche vom Nebensitz auf meinen Schoss stellen, als sie auch schon schwungvoll herumwirbelte und sich quer zur Fahrtrichtung auf den freien Platz setzte. Dabei drückte sie mir ihren Geigenkasten mitten ins Gesicht. Ich pochte mit leichtem Stöhnen auf mein Recht nach Luft. Keine Reaktion. Ich klopfte deshalb mit dem Knöchel des rechten Zeigefingers auf den Geigenkasten. Der Stoff schluckte meine Intervention, das Mädchen bewegte sich keinen Millimeter. Ich wollte gerade zu einem ernsten Gespräch ansetzten, da erhob sich die Montesori-Jüngerin und machte sich bereit für den Ausstieg an der nächsten Station.

Mein Ärger war noch nicht verraucht, da setzte sich ein laut in sein Handy quasselnder Mann neben mich. Ich machte mich bereit für den Ausstieg drei Stationen weiter, ich brauchte dringend frische Luft.

Der Weg ist das Ziel. Das mag eventuell für den Jakobsweg gelten, aber fürs Pendeln mit der Bahn ist der Weg lediglich verlorene Zeit, alle wollen nur irgendwie rasch von A nach B. Mir geht es da nicht anders.

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Abenteuer ÖV (Prolog)

Es gibt da diesen gescheiten Spruch: „Aus Schaden wird man klug“. Ok, es gibt da auch noch seinen doofen Zwilling: „Wer den Schaden hat, braucht für den Spott …“, aber lassen wir das, hier zu den Fakten:

§1 Ursache

Während eines Ferienausflugs mit der Familienkutsche wurden wir vom fest installierten Überwachungsgerät mit 26 km/h über Vorgeschrieben geblitzt. Ich meine, wer erwartet auf einer gut ausgebauten Autobahn auch schon eine Begrenzung auf 60 km/h. Ok, die angeregte Diskussion im Auto hatte wohl die Aufmerksamkeit nur auf das dringend Notwendigste schrumpfen lassen: Habe ich freie Fahrt?

§2 Wirkung

Weil die A4 eben als Autostrasse ausserorts, und nicht als Autobahn klassiert ist,  handelt es sich nach Strassenverkehrsordnung um ein mittelschweres Vergehen. Der Kanton Schaffhausen brummte mir darauf hin eine saftige Busse auf und ein halbes Jahr später (sic!) bekam ich Post vom Kanton Bern, ich solle innert 30 Tagen meinen Führerausweis für einen Monat hinterlegen.

§3 Folgen

Nachdem ich der freundlichen Assistentin am Schalter meinen blauen Lappen übergeben habe, kaufte ich mir ein Monats-Libero-Abo für 30 Tage und das Abenteuer ÖV konnte beginnen.

Dabei wurde mir schnell einmal klar, dass ich die Gesetzmässigkeiten des Langsamverkehrs erst wieder erlernen musste, lag das letzte Pendeln mit der Bahn doch schon über 20 Jahre zurück.

Planung ist angesagt, denn einfach drauflos gehen, geht gar nicht!
Da ich leider nicht im Besitz eines allwissenden Äifouns bin, wollen die Abfahrtszeiten der Bahn auf dem heimischen PC aus dem Internet herausgesucht und aufgeschrieben sein. Ich studiere Linienpläne und suche mir die besten Verbindungen heraus. Nur um im entscheidenden Moment, trotz ausgedruckter Fahrplan-Liste auf dem falschen Perron zu stehen.

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Abenteuer ÖV
Ein Reisebericht aus der Sicht eines bekennenden ÖV Muffels über zum Teil schmerzhafte Erlebnisse auf seiner fremdbestimmten Odyssee mit Bahn, Tram und Bus.

Folge II:  Abenteuer ÖV  –  Der (freie) Sitzplatz.

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Gang doch mau dr Aare naa …

Gesagt, getan. Das herrliche Spätsommerwetter ludt ein zum 2h 30min dauernden Spaziergang von Zollikofen nach Bern.

 

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