drucksachen

Buchpreisbindung – Wenn Äpfel mit Birnen …

… verglichen werden.

Oder anders ausgedrückt: Mit gesetzlich genehmigten Preisabsprachen (sprich Kartell) soll die (Buch-)Kultur gefördert werden!?

  oder  

ja-zum-buch.ch oder buchpreisbindung-nein.ch

Dazu empfehle ich jedoch folgende, klug hinterfragende und informative Beiträge im Netz:

Mein Fazit:
Buch-Autoren schaffen Kultur, die wird auf Papier gedruckt und verkauft. Je mehr verkauft wird, desto mehr verdient der Verleger und mit ihm der Autor. Der Buchhandel sahnt dabei über die Hälfte ab. Der Markt (wir Konsumenten) kaufen, was interessiert, gefällt und nicht zu teuer ist. Verbreitung von gedruckter Kultur kann nicht durch künstlich hohe Preise gefördert werden. Punkt.

Zudem ist die Abstimmungsvorlage derart schwammig formuliert, dass ich als Stimmbürger nicht sicher sein kann, über was ich da eigentlich schlussendlich abstimme.

Siehe dazu auch den Beitrag von Alice Gabathuler: Buchpreisbindung und Online-Handel

 

 

 

 

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Dreistes Copy-Paste beim Schaffhauser Intelligenzblatt

(Bild via swiss-lupe.blogspot.com)

Nachdem ich bei Swiss-Lupe den Beitrag las über die dreiste Übernahme eines Batz.ch-Artikels  in die Printausgabe, ohne das Einverständnis der Autorin einzuholen, dachte ich erst an einen Faux-pas.
Der Text wurde sogar zum Teil noch ungeschickt abgeändert, wonach ganze Sätze sinnfrei im Raum standen.

[Norbert Neininger, Chefredaktor der Schaffhauser Nachrichten,] sehe darin keine Urheberrechtsverletzung und wolle den abgedruckten Beitrag auch nicht nachträglich honorieren, geschweige denn einen Verletzerzuschlag, wie ein Rechtsberater im Kommentar des batz-blogs rät, bezahlen.

Zu blöd nur, dass die Autorin Monika Bütler eine Aussage des uneinsichtigen Herrn Neiningers hervorkramte und süffisant zitierte:

Den zweiten Abschnitt des Aufsatzes von Norbert Neininger (NZZ, 17. August 2010:”Verlage haben Anrecht auf besseren Schutz”) möchte ich unseren Lesern nicht vorenthalten:
“Programme, Texte, Bilder, Musikstücke, Filme — all das stand plötzlich weltweit zur Verfügung, und es kostete nichts. Und während jeder Turnverein, der seinen Unterhaltungsabend mit Musik untermalte, Urheberrechtsgebühren entrichten musste, gewöhnten sich die (jungen) Menschen daran, dass weder Recht noch Ordnung im Netz gelten. Das Aussergewöhnliche hielten alle für selbstverständlich, und wer darauf hinwies, galt als Ewiggestriger.”

Und jetzt bedient sich der Herr Chefredaktor plötzlich ungeniert im Netz! Pfui.
Unbedingt den ganzen Beitrag via swiss-lupe lesen und weiter sagen, oder noch besser verlinken, aber mit Quellenangabe versteht sich … 😀

 

[Update] Es wird noch dreister, hier die Geschichte aus Sicht der Autorin Monika Bütler auf Batz.ch:

 

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Hitler ist in Wahrheit „Dick“ – Eine Maskenposse

Mein Jahrgang wird sich wohl noch dran erinnern, an die ruckeligen Slapstickfilme in schwarz/weiss, in denen sich die beiden ordentlich eins auf die Mütze gaben.

Seit meiner Kindheit wurden deshalb auch zur Fastnachtszeit mit Erfolg lustige Masken dieser beiden Komödianten verkauft. Auch andere Gesichter alter Männer waren seit jeher bei Kindermasken sehr beliebt.

Aber ein fleissiger 20min Leserreporter, wahrscheinlich Jahrgang 91 und mit SpongeBob aufgewachsen, kennt die beiden natürlich nicht mehr und sah sofort den Hitler im Regal. Und was macht ein gewiefter Journalist damit? Sofort einen Konflikt inszenieren -und ab damit zum Schweizerisch-israeilitischen Gemeindebund.

«Hitler steht für einen entsetzlichen Völkermord. Wir können nicht verstehen, weshalb so eine Maske, die aussieht wie Hitler, als Gag-Artikel verkauft wird», sagt Jonathan Kreutner, Generalsekretär des Schweizerisch-israelitischen Gemeindebundes, zu 20 Minuten Online. Er würde es begrüssen, wenn Manor den Artikel aus dem Sortiment entfernen würde.

Zugegeben, die Masken waren auch schon besser, und ohne Hut kennt man sie eben weniger gut: Aber hei, sind das nicht eher Oliver Hardy und Stan Laurel alias „Dick und Doof“?

Und hier das Bild aus der Printausgabe von 20min, begegnet uns da wirklich ein Adolf Hitler?

Ein Zweifinger-Schnauz
und schon herrscht Aufregung, als ob da ein Hakenkreuz prangen würde. Nach dem er das gewünschte Statement beim Gemeindebund abholen konnte,  gings schnurstraks zur Hüterin des Konsumentenbund:

Konsumentenschützerin Sahra Stadler angesprochen auf die „zweifelhafte“ Maske:
[…]
«Alles was in die Richtung von üblen Geschichtspersonen geht, hat in einem solchen Geschäft gar nichts zu suchen. Gerade ein familienfreundlicher Laden sollte sich sehr gut überlegen, was er in sein Sortiment nimmt.»
[…]

Ich unterstelle jetzt einfach mal, der Journalist habe sie suggestiv gefragt: „Was halten sie von dieser Hitlermaske?“
😉

Und so macht man dann aus einem Leserreporter Bild und manipulativem Journalismus eine reisserische Story.

[…]
Alter Mann hin oder her, für [Leserreporter] Bannwart ist klar: «So ein Hitler-Utensil (sic!) gehört auf keinen Fall an die Fasnacht. Es könnte die Gefühle von gewissen Leuten verletzten und gar Pöbeleien auslösen.» Die Warnung kommt nicht von ungefähr: Wie der Autor beobachtet hat, ist es etwa an der Berner Fasnacht schon mehrmals vorgekommen, dass sich verkleidete Gruppen aufgrund provokativer Motive in die Haare geraten sind.

Aufgrund des neuen Deeskalationsprogramms bei der Berner StadtKantonspolizei sind per sofort folgende Kostüme an der Berner Fastnacht nicht mehr zugelassen:

  • Cowboy und Indianer
  • Pirat und Prinzessin
  • Jäger und Wolf
  • Klingone und Jedi

Fehlbare werden angehalten und auf der Stelle mit teerschwarzem Konfetti und Federn beworfen.

Närrische Zeiten sind das …
🙂


Quelle: www.20min.ch

 

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„Süsse“ Hunde von Riga

Aus einem privaten Fundus durften wir uns mehrere Bücher mitnehmen. Ich entdeckte einige Mankell Krimis, die recht gut erhalten waren. Allerdings erstaunte mich das Titelbild des Buches „Hunde von Riga“, dass drei süsse im Arm gehaltene Welpen zeigt.

Bei näherem Hinschauen entdeckte ich dann, dass der Vorbesitzer die ursprüngliche Illustration gewaltsam entfernt und durch eine Postkarte der Schweizerischen Stiftung für Blindenführhunde ersetzt hat.

Anscheinend konnte er den Anblick des Original Covers nicht länger ertragen. Komisch, geht es doch in den Mankell-Krimis eher kühl und aggressiv zur Sache.

(Original Titel bei dtv.de)

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Plakativ oder nur naiv?

Die SVP hat Geld. Viel Geld. Und das wird dann in die meinungsbildenden Plakatkampagnen gesteckt. So hängt zum Beispiel direkt neben dem „Masseneinwanderung stoppen“-Plakat auch gleich noch der Ständerat Amstutz, der eben mal die ganze Schweiz repräsentieren will.

Alle anderen haben weniger Geld, und können sich nur Guerillawerbung leisten.

Der Stappi von Bern schnappt sich das SVP Grün und fordert: s.v.p wählt Alexander Tschäppät.
Man muss schon gute Augen haben, um diesen Slogan zu erkennen.
Obwohl, er selber ist ja eher schwerhörig, hatte er doch am Wochenende am Kids-Day den Stadionsprecher nicht gehört, der unmissverständlich aufforderte, auf das Rauchen zu verzichten. Herr Tschäppet paffte zufrieden Zigarre.

Und weiter gehts mit der CVP Frau Simone Curau-Aepli.
Die wandert mal eben auf Kosten der SVP genussvoll durch die Schweiz!

Aus Mangel an Geld für ein eigenes Plakat, wird einfach – ganz im Stil des Guerilla-Marketings – ein bestehendes Plakat überklebt, ein Foto fürs Facebookalbum und ein Video für youtube gedreht. Juristisch heikel, doch für Aufmerksamkeit ist gesorgt. Die unbezahlbare Gratiswerbung bekommt sie allemal.
Obwohl ihr das Wiederherstellen (Überkleben) durch die APG wohl in Rechnng gestellt werden wird.

Nur bei der FDP scheint es mit den richtigen Slogans irgendwie nicht zu klappen.
Die sollen ja sogar von der deutschen NPD abgekupfert haben. (Wie gruselig)


(Bild via 20min.ch)

NPD – klingelt da was?
Genau, das sind doch die, die der SVP die schwarzen Schäfchen geklaut haben.

(bild via persoenlich.ch)

Hier noch eine Schätzung der Wahlbudgets einiger Parteien:
(Quelle BaZ online.ch)

SVP: 15’000’000.- (gut geschätzt, da keine Offenlegung.)
CVP:   3’000’000.-
SP:       1’500’000.-
Grüne:  200’000.-

Weitere Blogs zur Plakatschlacht:

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Schulanfang: Immer ganz Anhalten.

Aha, gab’s 2009 für die kritische Auseinandersetzung zur Plakatkampagne mit dem Schulmädchen Larissa/Vanessa für den leumund.ch und mich noch eine saftige Bloggerkollegenschelte, so gibt uns beiden das aktuelle und angepasste Plakat 2 Jahre später doch noch recht.

(Bild: TCS touring Zeitung Nr.13 2011)

Anscheinend war das Anliegen der Kampagne doch nicht so gut erkennbar, weshalb es mit dem verständlichen Zusatz „IMMER GANZ ANHALTEN“ erweitert wurde, obwohl der eindringliche Apell einen Pleonasmus (- weisser Schimmel -) darstellt.
Aber die Message ist jetzt klar, und ich will nicht „schon wieder“ spitzfindig werden. 😉

 

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Klauen und Draufhauen, der freche Umgangston eines Nachwuchsjournalisten.

(Aufgegriffen dank Blogeintrag von Alice Gabathuler)

Es ist schon traurig, wie heute mittels „neuen“ Medien einfach Kohle gemacht werden kann.

Da holt sich ein aufstrebender Jungjournalist (Maurice Thieriet) bei einem etablierten Blogger (DRS 2-Wissenschaftsredaktor und infamy Blog Betreiber Patrick Tschudin) Informationen über die Hintergründe des Schweizerischen NASA-Märchens der NASA Mitarbeiterin Astrophysikerin Barbara Burtscher und bastelt einen Beitrag (Die eingebildete Astronautin) für seinen Arbeitgeber, ohne jedoch die Hauptquelle „seiner“ Recherchen zu nennen.

Und dafür gab’s dann auch noch den Zürcher Journalistenpreises in der Kategorie Nachwuchs. Klasse, die Hegemann wurde für’s Klauen wenigstens „nur“ nominiert!

Meiner Tochter, drittes Lehrjahr in Ausbildung zur Astronautin Automatikerin, wird in der Berufsschule bei Vortragsarbeiten per Androhung einer glatten Eins fürs Plagieren und Weglassen von Quellenangaben, bzw. Links mit Zeitstempel der Tarif durchgegeben. Soll man es ihr nun verübeln, wenn sie die Ernsthaftigkeit dieser Regel anzweifelt, wo es doch im „wahren“ Leben so ganz anders läuft, und leicht verdientes Geld dank fremdem Federschmuck so leicht zu haben ist?

Nicht genug damit, dass  Thieriet den Urheber der Inspiration weglässt, nein, er beleidigt seine Quelle auch noch aufs schäbigste:

«Der Blogger [Patrik Tschudin] ist mittleren Alters und alleinstehend. Nicht zufällig: Gute Geschichten sind wie gute Frauen. Man trifft zufällig auf sie, und wer nicht hartnäckig dranbleibt, kriegt sie nicht
(Quelle via medienwoche.ch: Broschüre des Journalistenpreises)

Hallo geht’s noch? Das grenzt an üble Nachrede und das ist meines Erachtens strafbar.

Da nützt es auch nichts, dass er dank Breitseite von Nick Lüthi, seines Zeichens Autor bei Medienwoche.ch und Redaktor beim Schweizer Medien Magazin Klartext, sich herab lässt und eine verstaubte Flasche Wein (20 Franken) mit bröselndem Korken als Entschuldigung dem Ideenlieferanten zukommen lässt. Und das bei einem Preisgeld von 10’000 (in Worten Zehntausend) sFr.!

Prominente Statements zeigen auf, der Preis steht auf einem wackeligen Sockel:

(via medienwoche.ch)

Und hier die lesenswerten Gedanken der direkt und indirekt Betroffenen:

Weiteres Kopfschütteln in der blogosphäre:

 

Und wer sich ein Bild über die Arroganz das unantastbare Selbstbewusstsein des Herrn Thieriet machen will, hier das Interview im persoenlich.ch:

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Schlagende Zeilen sind Glücksache

Als ich heute mein Holzpresseerzeugnis, sprich die Bund Zeitung aus dem Briefkasten holte, sprang mir die Meldung direkt ins Auge und ich dachte:

Ist Roger Federer Kannibale?

AUTSCH!

(Quelle: Zeitung „Der Bund“ Seite 1, 14.05.2011)

Tja, Zusammenfassungen für die Titelseite einer Zeitung wollen vorsichtig gewählt sein.

😀

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Spät eintreffendes Wahlmaterial – Schlamperei oder Kalkül?

Am Sonntag, 13. Februar standen die beiden ProtagonistInnen für die Stichwahl in drei Wochen fest. Also, die Platzhalter in der Vorlage mit den zwei richtigen Namen und Fotos füllen, Druckmaschine anwerfen und ab auf die Post.

Doch leider gab es wohl einen kleinen Engpass beim Zusammenstellen des umfangreichen ( 😉 ) Wahlmaterials.

Wie ist es zu erklären, dass Druck und Versandt von zwei Wahlzetteln und einer Ausweiskarte so lange dauert?

[…]Die Unterlagen seien den Gemeinden am vergangenen Mittwoch, 23. Februar, zugestellt worden, erklärte Beater Meier, Leiter Wahlen und Abstimmungen. Danach hätten die Gemeinden das Material verpackt und verschickt.[…]
(Quelle: derbund.ch – newsnetz)

Aha, die Gemeinden waren also eigentlich ganz fix beim Verpacken. Warum wurde also das Material so spät zugestellt? Ging die Druckerfarbe aus? Weilte der Layouter noch in der Skiwoche? Oder wurde ganz bewusst Dienst nach Vorschrift gemacht?

Das Wahlmaterial muss spätestens fünf Tage vor dem Wahltag bei den Stimmberechtigten sein.

Wieviele abstimmungswillige Stimmbürger werden nun wohl die Stichwahl verpassen? Und wievielen kommt diese Ausrede gar nicht so ungelegen? 😀

[Update: 01.03.2011]
Ein Auslandschweizer hat bereits Stimmrechtsbeschwerde eingereicht.

 

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Seine Frau hat alles richtig gemacht.

Was man von Herrn GabrielPoncet selber nicht gerade behaupten kann.


(Bild: newsnetz/derbund.ch)

Meldungs-Auszug  derbund.ch
Der Architekt und SVP-Kantonsrat aus dem waadtländischen Vich fiel auf einen üblen Trick herein: Im vergangenen Herbst informierten angebliche Bankangestellte den Schweizer über Millionensummen auf einer Bank in Togo, hinterlassen von einem gewissen Patrick Poncet, der vor Jahren gestorben sei. […]

Abgesehen davon, dass bereits seit Jahren immer wieder über die Nigeria-Connection berichtet wird, liess sich SVP Politiker Poncet,  (O-Ton) „von seiner Neugier und Abenteuerlust getrieben“ auf den Handel ein und flog ohne weitere Abklärungen nach Togo! Dort wurde er dann auch prompt „entführt“ und mit einer millionenschweren Lösegeldforderung konfrontiert.

Noch mal gut gegangen.

Die Entführer waren zum Glück keine Unmenschen und liessen sogar mit sich verhandeln. Herr Poncet kann sich bei seiner Frau bedanken, die  ihren Mann durch cleveres Vorgehen aus der „dummen“ Sache rausgeboxt hat.

Hoffentlich hat sie ihm bei seiner Rückkehr auch ordentlich den Hintern versohlt ins Gewissen geredet.
😉

More connection stuff:

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