drucksachen

Refuse – Ärger mit Reader’s Digest

Was ich von Gewinnspielen und Abzocker-Kaffeefahrten halte, kann man hier und hier nachlesen.

Seit letztem Jahr hat sich nun Reader‘ Digest unseren Haushalt ausgesucht, um den Briefkasten mit Gewinnwarnungen und Zusatzrentenversprechungsbriefen vollzumüllen.

Obwohl ich bereits meinen ersten Brief mit „refuse – Adresse aus der Kartei streichen“ zurückgesendet habe, folgten drei weitere.

Henusode, „same procedure as last year“ werden die Briefe gemäss Vorschlag des Beobachters beschriftet, und in den nächsten gelben PTTDiePost – Briefkasten geworfen.

3 x Strafporto für Reader’s Digest, die Rache des kleinen Mannes, jawoll!

😀

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Hingucker – wenn der Journalist schlampt!

Auch im Gratisblätterwald, wo es gilt die Lücken zwischen der Werbung mit Boulevard-Artikel zu füllen, sollte man seine eigene Arbeit möglichst einem „Gut zum Druck“ unterziehen.

Artikelauszug:

„… der aus sage und schreibe 2615 Red-Bull-Dosen gebaute Renner ist allemal ein Hingucker. Mit dem in einer Shopping-Mall in Thailand ausgestellten Weissblech-Boliden sollen die Leistung des Getränkeherstellers …“

Wo der  „Journalist“ wohl hingeguckt hat? Sicher nicht auf den „Weissblech-Boliden“, denn dann hätter er den Unterschied von Dose und Flasche sicher bemerkt.

Eine Ausrede, dass die Behälter auf dem Bild halt nicht so ganz erkennbar sind, wäre auch nicht haltbar. Eigene Recherchen, bzw. ein paar Google Klicks später spuckt mir das Netz noch weitere Fotos von Reuters via  www.daylife.com aus:

Da ich annehme, dass der 20Minuten Schreiber das abgedruckte Bild auch gekauft hat (!), wäre ein zweiter Hingucker auf jeden Fall ratsam gewesen.

So bleibt ihm halt nur der Fettnapf, doch welchem müden Pendler fällt das schon auf … 🙂

Der Red Bull Bottle Car ist übrigens ein Replica des „Asia’s First Life-sized Bread Race Car“ aus dem Jahre 2009:

via klik.tv

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Kaum wird irgendwo ein Job frei …

Jeder TV oder Youtube Konsument kennt sicher noch den witzigen Werbespot dieses Onlinejobvermittlerunternehmens:

Das hat sich eine in Staefa (ZH) ansässige Hightech KMU abgekupfert und flugs ein Luftschiff mit klarer Message nach Burgdorf beordert:
🙂

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(Werbe-)Pleiten, (Verbindungs-)Pech und (Kommunikations-)Pannen

Heute beim Durchstöbern der Blogroll auf folgende Artikel gestossen.
Beim journalistenschredder sprechen die Bilder für sich,

der Link zu Klartext führt das Thema weiter aus
20min mobile

und Roland Binz bringt das Kommunikationsdesaster zum gestrigen Supergau der swisscom zur Sprache.
swisscom Panne
Wie brisant die Kommunikationspanne gegenüber der eigentlichen Datenpanne eingestuft wird, zeigt sich dann in der zweiten Medienmitteilung am späten Abend in Form einer relativ unbürokratischen Kulanzlösung: Chef Karsten Schloter entschuldigte sich persönlich und die Kunden erhalten eine Gutschrift von 10.- Franken.

Das Millionenpäckli zur Schadensbegrenzung zeigt aber auch, wie gross die Abhängigkeit der Kunden von der mobilen Datenvernetzung heute bereits ist.

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Swisscomitis oder mein Frust mit dem ADSL

(Bild: Schaad in derBund.ch)

Argh – wieder mal ein Wochenende ohne stabile Verbindung zu meinem Lieblingsprovider swisscom!
Im letzten Halbjahr häuften sich die Tage, an denen das DSL Signal ständig abriss und mein Modem nur öde blinkte.
Mein erstes Problem-Ticket an swisscom vom Juni wurde mit einem Standardbriefmail beantwortet:

„Sehr geeherter Herr …
Vielen Dank für Ihre Anfrage.

Mit Ihrer Anfrage haben wir entschieden Ihren Anschluss mal genauer anzuschauen, wir konnten feststellen das seit einigen Tagen die Verbindung einige Störungen aufweist.

Gemäss den Daten die wir ausgelesen haben, vermuten wir das Hauptproblem liegt an einem defekten Microfilter oder fehlenden Microfilter.

An jeder Telefonsteckdose an welcher ein Gerät angeschlossen ist, muss ein Microfilter angeschlossen sein. Sollte dies der Fall sein, bitte wir Sie den Microfilter auszutauschen.“

Da habe ich den Filter erst mal böse angeguckt, und siehe da, die Verbindung blieb fortan stabil.
(Verarschen kann ich mich auch selber.)

Dieses Wochenende verbrachte ich also erneut mit Micro-Filter hin- und herwechseln, Modem an eine andere Steckdose und wieder zurück stecken. Nach den ersten esoterischen  Massnahmen, und sobald die Verbindung kurz mal da war, habe ich Download/Upload-Messungen durchgeführt.

Die Messungen ergaben durchschnittlich 4200 kBit/s, was ganz ok ist, denn mein Standard-Abo (5000/500 kBit/s) schafft nach Verfügbarkeits Checker nur einen 4400kBit/s Downstream.

Etwas Kopfzerbrechen machte mir die Leitungsdämpfung, die normal bei 28dB liegt, zwischenzeitlich aber auf 30dB anstieg, OHNE dass ich etwas veränderte!

Am Sonntag Abend dann wie von Geisterhand (Halloween?): Normale Bedingungen, das Signal blieb stabil. Auch heute Montag kein Problem, also konnte ich den Supportantrag wieder knicken.

Mangelnde Transparenz
Ähnlich macht es auch der Bundesrat mit dem Bericht zum Telecommarkt, der eigentlich denselben hätte wachrütteln sollen. Doch im Fazit ab Seite 199 steht, dass sich „eine Gesetzesrevision nicht aufdrängt.“

Pah, alles bleibt beim alten, genau so wie bei meinem instabilen ADSL und dafür zahlen wir Konsumenten weiterhin brav zu hohe Preise!

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Hurra, ich habe zweimal gewonnen!

Wie ich mich freue!

Normalerweise gewinne ich bei Gewinnspielen, die andere für mich durchführen, meistens nur eine Carfahrt .
Heute erhielt ich aber ganze zwei Briefe mit je einer Eilsendungs-Erinnerungen für „den glücklichen Gewinner des Rätsels 2009“:

Der eine kommt von der Firma DVA Delta Vital AG aus Oetwil a.d. Limmat und der andere von der Firma ZERVARTIS AG aus 8853 Lachen.

Dabei handelt es sich offensichtlich um ein Missverständnis. Denn im ersten Brief fand das Gewinnspiel erst am 13.04.2010 statt. Also müsste es sich dabei um das Rätsel 2010 handeln.

Rätsel über Rätsel

Möglicherweise ist Frau Kollberg, der Sekretärin von Herrn Hansi Moosberger, ein Fehler unterlaufen. Denn früher, als ZERVARTIS AG noch DVA Delta Vital AG hiess, (und Frau Kollberg noch Frau Baumann,) haben den ersten und zweiten Preis der Herr Jürg Bender und die Familie G. Wyss abgeholt.
Im zweiten Schreiben aber haben die beiden ersten Preise Herr Hansi Berger und Frau Franziska Hüsli abgeräumt.

Nun gut, was ich aber nun nicht weiss, fährt der Bus jetzt am 17.11. oder am 16.11. , geht’s nun nach Zürich ins Sihlcity oder doch nach Basel in den Stücki Shopping Park.

Fragen über Fragen

Das Handelsregister gibt Auskunft:

(Quelle: moneyhouse.ch)

Ich liebe Gewinnspiele. Na denn, ab zum Altpapier.  🙂


Zum gleichen Thema:

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Catch me if you can!


:: T-Shirts mit „Catch me if you can“ Aufdruck
(screenshot bernerzeitung.ch)

Solche und andere Albernheiten finden diese Tage rund um den tragischen Selbstjustiz-Fall Kneubühl in Biel statt. Leider sind sich diese Leute nicht bewusst, dass sie mit ihren Aktionen und unbedachten Aussagen wie

„Ich ziehe den Hut vor diesem Mann, was der alles organisiert hat“ (!)

einen Mann, der einen Polizisten schwer verletzt hat, jahrelang keine Steuern bezahlt und sich nicht an die Regeln unserer Gesellschaft hält ( – nicht angemeldet, Waffenbesitz ohne Waffenschein, usw. -) völlig zu Unrecht als Opfer der unfähigen Behörden oder David gegen Goliath glorifizieren.

Die eigentliche Hetzjagt findet doch durch die alles verurteilende  Yellowpress und deren oberflächlich konsumierende Klientel statt.

Daraus resultieren im Gegenzug dann eben „Rentner mit Nachtsichtgerät (-!-) zu Boden gedrückt“ Vorfälle.

Es sind sicher von diversen Stellen Fehler gemacht worden, diese gilt es in Zukunft auszumerzen und für die weiteren Schritte in Sachen Fahndung UND Informationspolitik daraus zu lernen.

Wer sich weiterhin am Boulevardjournalismus weiden will, der lese das Bieler Tagblatt und schaue die Bilderstrecken von newsnetz & co.

Wer lieber Hintergründiges mag, der lese die interessante Blog –  Diskussion in der Augenreiberei.ch:

Und hier weitere Blogs, welche mehr oder weniger tiefgründig ans Thema Glorifizierung von Gewalttätern herangehen:

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Kaffeefahrten – wer nicht hören will, muss fühlen

Die Anbieter von Kaffeefahrten, bei denen einem trockenen Frühstück, meistens immer auch eine saftige Werbeveranstaltung folgt, lassen sich dauernd neue Werbebotschaften einfallen, damit (meist ältere) Kunden darauf hereinfallen und brav in ihren Bauernfänger-Bus einsteigen.

Natürlich kann man die Schuld auch einfach auf die „naiven Kunden“ abschieben. Aber ist es nicht einfach verwerflich, die Unwissenheit älterer Menschen aufs schändlichste zu missbrauchen?

Die Sendung Espresso von DRS1 nahm das altbekannte Thema auf und informiert über die „neue Masche“, bei denen ein amtlich anmutendes Schreiben eines „Finanzdienstleisters“, aus dem nicht ausbezahlten Gewinn einer solchen Kaffeefahrt eine „angemessene Summe realisiert“  haben soll, man müsse das Geld nur noch abholen. (genau!)

Die Hörerin R.M. war trotz Zweifel interessiert und fuhr im Bus mit, liess aber ihren Mann im Auto folgen. Und es kam wie es kommen musste. Frau R.M. ging wie alle anderen leer aus,  konnte aber, dank ihrem Mann, die in einem abgelegenen Kaff stattfindende Werbeveranstaltung  vorzeitig verlassen.

Hier zur Ansicht ein entsprechendes Schreiben des im Espresso Beitrag erwähnten „Finanzdienstleisters“:

(Bild-Quelle:konsumer.com)

Was andere zum Thema schreiben:

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Freudsche Vertipper

Auch wenn es im newsnetz schournalismus zumm gooden Thon gehörd, die reschtschreibung mit Füsen zu Tretten

(kuckst du hier via Zappadong)

oder Fakten schluddrig zu übergehen

(kuckst du hier via infamy)

so gibt die bezahlte und redigierte Tagespresse ab und zu auch ihre unabsichtlichen Schmunzler her:

Im Bund vom Samstag erschien ein Artikel zum Staatsvertrag mit den USA. Ich will aber jetzt gar nicht auf das Parteienhickhack („wer erpresst wen“) eingehen, sondern nur auf das Bild und die (nicht ganz passende) Legende hinweisen, die den amtierenden SVP Präsidenten Brunner ziemlich blass aussehen lassen.

„SVP-Fraktionschef Baader, Vizepräsident Blocher, Präsident Maurer und Vizepräsident Rime (v. l.) erklären sich den Medien in Bern. Foto: Lukas Lehmann (Keystone)“

Suchspiel: Wer findet „Präsident“ Maurer?
🙂

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"Der Bund" als ePaper: Ernüchterung!

Heute habe ich es endlich geschafft, via Abonnements Nummer meinen Zugang zum ePaper des „Bunds“ einzurichten.

Nach anfänglicher Euphorie über den geglückten Einstieg, (stand mir doch jetzt ein umfangreiches Archiv der eingescannten Bundseiten zur Verfügung,) machte sich jedoch rasch Ernüchterung breit!
Wer bitte schön hat sich die Begrenzung des Viewers auf gefühlte 640×480 Bildpunkte ausgedacht?

(Bilder: Screenshot ePaper – „DerBund“)

Ausser den bunten Bildchen ist auf meinem 17″ Bildschirm zu Hause ausser dem Spalten-Layout nicht viel zu erkennen. Will man auch den Text lesen muss man umständlich „Einzoomen“, das fühlt sich dann an, als würde man mit einer Leselupe über die Zeitung scrollen.  Dabei ist die Schriftqualität grotten schlecht. Von Lesegenuss keine Spur.  Zur letzten Seite kann man nicht springen, ausser man kennt deren Seitenzahl.(Getestet wurde mit IE8 und FireFox)

Will man hier dem Benutzer absichtlich das Online Betrachten vermiesen, damit er dann nicht plötzlich die Annahme der Holzausgabe verweigert, dadurch die Druckmaschinen still und Arbeiter auf der Strasse stehen?

Jetzt mal ehrlich, Leute: Ich liebe meine Zeitung aus Papier! Das fühlt sich einfach gut an, das Rascheln beim Blättern streichelt die Seele, der Geruch nach Druckerschwärze vermischt sich mit dem nach Kaffee und ausgelesen dient die Zeitung so praktischen Dingen wie zur Schuhputzunterlage oder Päcklifüllmaterial. Auch das Entsorgen ist (bei uns) bis jetzt noch gratis, bzw. das läuft wohl über die Gemeindesteuer. 😉

Liebe ePaper – Verantwortliche, vergrössert doch bitte den Viewer, damit euer Werbeslogan „Für Leser(innen)“ auch dem ePaper gerecht wird!

(Bild: ePaper – „DerBund“)

Damit würde sich die ePaper Ausgabe von „Der Bund“ nebst der inhaltlichen Meinungsvielfalt, (ein Artikel dazu gibt es aktuell in der Augenreiberei,) mit diesem ganz eigenen Service von Mama Tagesanzeiger abheben und weiter Punkten.

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