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Fragwürdige Marketingaktion unter CO2 Deckmäntelchen

Morgen 18. Mai ist nun also der unter dem Patronat diverser Nationalräte, Bundesämtern und Umweltschutzverbände stehende

Home Office Day

Er soll Arbeitgeber, wie -nehmer für mehr Heimarbeit motivieren, und somit einen wichtigen Beitrag leisten zu Klimaschutz, mehr Lebensqualität und gesteigerte Produktivität.

Die Message: Arbeiten Sie von zu Hause aus und reduzieren Sie so den CO2 Ausstoss!

Alles Augenwischerei,wie die Augenreiberei.ch ausführlich aufgedeckt hat: Lesen Sie dort alles über den Wolf im Schafspelz.

Eigentlich ist ja gegen Aktionen, die unnötige Fahrten mit privaten, wie  öffentlichen Verkehrsmitteln nachhaltig reduzieren, nichts einzuwenden. Allerdings gerät diese Kampagne in ein schiefes Licht, da sie bei genauerem Hinsehen ziemlich einseitig von einer Hand voll „Big Players“ im hiessigen Markt lanciert wird.

Auch Moritz Leuenberger ist für Home Office
Dann muss es doch was Gutes sein, oder?
Bereits im April hat inside-it.ch anlässlich der bevorstehenden Medienveranstaltung die einseitige Bevorteilung von Microsoft durch den Bund angeprangert:

„[…]Der Event kommt [zudem] auf den ersten Blick als reine Microsoft-Veranstaltung daher: Microsoft verschickt die Medieneinladung, Microsoft-Schweiz-Chef Peter Waser leitet die Medienorientierung und die Sprecherin des Home Office Day ist Barbara Josef, gleichzeitig Sprecherin von Microsoft Schweiz. […]“
Quelle: inside-it.ch

Home Office Day, das heisst nun also im Klartext:

  • Die Ausstattung liefert Microsoft.
  • Die Verbindung (fixnet od. mobile) garantiert Swisscom
  • Die Home-Verpflegung kommt von Migros (LeShop)
  • Swica bietet einen 24h Anrufservice für die Gesundheit

Alles nette Dienstleistungen, die mit den gesammelten Umfragedaten  von www.homeofficeday.ch gezielt an die Frau/den Mann gebracht werden können.

Also Achtung, das ganze ist eine Mogelpackung und dient vor allem  Marketingzwecken! Edi Manser lässt grüssen …

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Take it easy – how to win an "Egon"

(via persoenlich.ch)

Regula Fecker, Partnerin der Werbeagentur Rod, wurde zur Werberin des Jahres 2010 gewählt und kann sich nun einen „Egon“ ins Regal stellen. Sie ist massgeblich verantwortlich für die (hier bereits erwähnte) Präventionskampagne „Slow down. Take it easy“.

Die aufwendig gestaltete Kampagne, gut vermarktet durch Plakate, Internetseite und Werbespots (bei PRO7 wurde gemäss Rod im Dezember 2009 dazu 6 mal ein ganzer Werbeblock eingesetzt) hat durch den gleichnamigen Song (Produzent: Roman Camenzind/ Interpreten: Da Sign & The Opposite), der es sogar in die Hitparade schaffte (ok, Coca und Co. machens vor), für grosse Aufmerksamkeit gesorgt.

Wie es Schutzengel Franky Slow Down zum Sänger einer schweizer Rockband schaffte:

[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=7jEPHOUj3wY]

Gewisse Ähnlichkeiten zwischen Franky und „The Dude“ aus  Big Lebowski sind gemäss interview mit Regula Fecker kein Zufall. 🙂

Und Franky ist populär, jedenfalls im Web2.0, wo er bereits über 12’000 Fans auf Facebook hat.

Aprospos Dude: „The Big Lebowski“ inspirierte auch zu einer Pseudoreligion und so mancher Bloghüttennachbar (zum Beispiel BodenständiX) outed sich die Tage als Anhänger des Dudeismus.

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twitter – this is it, the final curtain call!

Und somit lösche ich nun spontan meinen Twitter account.

Rest in peace, or live forever in Google archive …

Es ist ein Gerücht, Frau Zappadong hätte einen Virus in Umlauf gebracht!

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Missbrauch? Edi Manser sammelt ungefragt Adressen für Euromillions.

Gestern wurde auch das in der Bloggosphäre bereits manifestierte Gerücht, dass hinter Edi Manser eine Werbeagentur im Auftrag für Euromillions steckt bei persoenlich.ch bestätigt. 

Das Geheimnis ist nun offiziell gelüftet. Die Berner Werbeagentur Contexta hat für Euro Millions den fiktiven Lottogewinner EDI MANSER erfunden. Während Wochen sorgte der nette Edi in den Medien für Aufsehen, weil er sich wegen seiner Südamerika-Reise von all seinen verschiedenen Besitztümer gratis trennen wollte. Nun sprechen die Macher erstmals über das crossmediale Sommerrätsel. Gegenüber „persoenlich.com“ wertet die Agentur und der Auftraggeber Swisslos die Kampagne als vollen Erfolg.

Dazu widerspricht Roland Binz in seinem Kommentar:

„Einspruch! Die Kampagne mit Edi Manser wurde zwar geschickt aufgezogen. Sie war indes im Gegensatz zur Darstellung im obigen Werbetext nur sehr beschränkt erfolgreich. Ich habe die Geschichte aufmerksam verfolgt in den letzten drei Wochen. Weder medial noch in der „Blogosphäre“ und in anderen Social Medias kam es zu einer weiten Verbreitung. Erst recht nicht gelungen ist es, Edi Manser in den konventionellen Medien zu positionieren. Viel zu schnell wurde der virale Hintergrund durchschaut. Ich bin überzeugt, mit demselben finanziellen und werbetechnischen Aufwand hätte sich wesentlich mehr Publizität über andere Kanäle generieren lassen. “
[Quelle: Kommentar zu Contexta steckt hinter Lottogewinner Edi Manser! in persoenlich.ch]

Ein voller Erfolg hingegen war wohl das ungefragte Einsammeln und Registrieren von potentiellen Spieleradressen (in der Fachsprache nennt man das glaube ich Phishing). Denn wie im oben erwähnten Artikel zu lesen ist, wird derzeit die Kampagne … 

… auf der Internetseite und in einem E-Mail an alle Teilnehmer aufgelöst. Als Dankeschön erhalten die registrierten Teilnehmer von Edi Manser fünf Franken Spielguthaben für Euromillions geschenkt.

Hallo? Wo bitte schön stand auf Herr Mansers Homepage, dass ich mich mit der Eingabe meiner Adresse automatisch bei Euromillions registriere?
Dazu verweise ich auf die Seite des EDÖB zum Thema Adressenhandel:

EDÖB Erhebung von Personendaten für Marketingzwecke
Adressen und andere persönliche Daten potentieller Kunden sind für ein effizientes Direktmarketing von entscheidender Bedeutung. Mit Hilfe möglichst genauer Informationen über Alter, Beruf, Konsumverhalten usw. kann das Risiko vergeblicher Werbung minimiert werden. In der Bevölkerung gibt es eine grosse Bereitschaft zur Auskunftserteilung. Selbst intime Daten werden preisgegeben, wenn die Befragten meinen, sie würden ihre Daten für ein wissenschaftliches Projekt zur Verfügung stellen. Besonders ergiebig scheint es zu sein, solche Umfragen in Verbindung mit der Teilnahme an einem Wettbewerb oder einem Gewinnspiel durchzuführen, wobei der Zweck der Datenerhebung nicht klar ersichtlich ist. Somit werden potentielle Kunden veranlasst, ihre Daten freiwillig herauszugeben. Solche verdeckte kommerzielle Datenerhebungen (die mit wissenschaftlichen Instituten der Meinungsforschung nichts zu tun haben) und deshalb als solche nicht erkennbare Werbemassnahmen sind unzulässig.

Sogar der Tatbestand der Umfrage (Welches Geschenkerl hättens denn gern?)  wurde hier bedient.
😉

Mein persönliches Fazit:

  • Der VW Golf geht an den Garagenbesitzer Markus Gasser in Worb. (Zufälle gibts ;))
  • Die drei anderen „Gewinner“ lassen sich im Netz nicht finden. (Keine echten Adressen?)
  • Euromillions besitzt nun ungefragt 21 000 (neue) Adressen und Spieler.
  • Die Idee war gut, die Werbewirkung mässig und das Adressensammeln perfid.

Ob das ganze noch ein rechtliches Nachspiel hat? Obwohl, wo kein Kläger …

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Gehören sie zu Edi Mansers Beschenktenkreis?

Wie auf seiner Homepage zu lesen ist, hat Edi Manser dieses Wochenende seine Emails durchgesehen und die glücklichen Gewinner für seine vier Sachen „ausgesucht“:

Liebe Besucher

Jetzt ist es soweit, meine Geschenke werden verteilt! Ich habe tausende von Anfragen für meine Sachen erhalten, darüber habe ich mich sehr gefreut.
Jetzt werde ich mir übers Wochenende Zeit nehmen und die vielen E-Mails durchsehen. Am Montag findet ihr hier auf meiner Homepage die Namen der Glücklichen, welche eines der Geschenke erhalten. Die Gewinner werde ich dann in einem kleinen Video bekannt geben.

PS: Falls auch du einmal deine Träume erfüllen willst, spiele doch einfach Euro Millions. Einfach hier klicken und schon bist du dabei.

Jetzt ist also klar, dass hinter der ganzen (Werbe-)Aktion der Lotterieanbieter Euromillions und somit Swisslos steckt.

Das ganze bewegt sich wohl im Grenzbereich des Erlaubten,  veranstaltet Edi Manser doch eindeutig ein privates Glücksspiel einen privaten(?) Wettbewerb, der gemäss den Grundsätzen der Schweizerischen Lauterkeitskommision unter Kapitel 3.9 „Gewinnspiele oder Publikumswettbewerbe“ fällt.

Und dabei stellen sich mir ein paar ernste Fragen:

  • Nach welchen Kriterien werden die Gewinner ermittelt?
  • Was geschieht mit den ganzen Adressen?
  • Sind die Teilnehmer nun automatisch bei swisslos registriert?
  • Wie steht es mit dem Datenschutz?

Ich nehme an, die Antworten dazu werden, nebst den glücklichen „Gewinnern“, ebenfalls im Video auf Edi Mansers Homepage zu sehen sein, ansonsten hier schon mal der Link zum Musterbrief des EDÖB, mit dem sie ihre Adresse wieder aus der Swisslos – Datenbank löschen können.

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Edi Manser zum zweiten – es ist immer noch kein Witz!

Mit viel Liebe zum Detail wird die Story um Edi Manser weitergetrieben. In seinem neusten „Home“Video zeigt sich Edi erstaunt über die Wirkung seiner Ankündigung, als frisch gebackener Lottomillionär vor seiner Südamerikareise vier „überflüssige“ Dinge aus seinem Haushalt zu verschenken.

[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=ybh_HADr8C4]

O-Ton: „Seit ich meine Sachen verschenken will, weil ich im Lotto gewonnen habe, bin ich plötzlich überall in der Presse. Das habe ich eigentlich gar nicht gewollt. Ich versichere euch, dass ich die Sachen auch wirklich verschenke. Und dann freue ich mich auf meine Reise nach Südamerika ohne Rummel.“

Erstaunlich, wie breit gefächert die Informations-Kanäle sind. Nebst Video Botschaften werden Gratisanzeigen geschaltet, es gibt Inserate bei Online Auktionsplattformen, z.B hier für sein Auto  oder hier für seinen Fernseher, auf seinem Mobil Anschluss (079/750 67 11) vertröstet ein Band auf Edi’s Homepage und alles läuft auf die eine Seite mit dem Adressenformular zusammen. Sogar einen Twitter Account hat er sich zugelegt, wo er sich gegenüber den Medien aber, entgegen dem Wortlaut in seinem 2. Video, mehr belustigt zeigt. (Und sich dadurch bereits verrät?)

Meine Empfehlung: Adresse nicht weitergeben und gespannt auf die Auflösung vom 11. September warten.

Aprospos, der 11.9. Da war doch was vor 8 Jahren in NY. Ich hoffe mal, das Datum ist nur Zufall!

 

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Fleissiges Rätselraten um Edi Manser – viral oder doch nicht?

[youtube=http://www.youtube.com/v/Eah35Pc0HhM]
Die ganze (Blogger- und Twitter- ) Welt rätselt zur Zeit über Edi Manser, den gönnerhaften Lottogewinner, der vier seiner liebsten Sachen aufgrund einer bevorstehenen Südamerikareise verschenken will. Gemäss ersten Nachforschungen durch bloggingtom laufen die Fäden zu einer Marketing-Agentur, die „möglicherweise“ ein Viral für SwissLotto lanciert hat.

Dafür sprechen auch Edi’s Homepage und sein Homevideo, beides professionell auf „Altbacken und Amateurhaft“  getrimmt. Bewahrheitet sich der Verdacht einer Werbekampagne, wäre das Adressen-Formular für Geschenkinteressierte dann schon fast eine perfide Phishing – Seite !

Hier weitere Links zu Edi Mansers Netzauftritt:

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StreetView beweist: Google-Auto missachtet Vortrittsrecht

Bildliche Beweisführung über die Missachtung des Vortrittsrechts eines Google Fahrzeugs:

Fussgänger läuft zum Fussgängerstreifen

Fussgänger läuft zum Fussgängerstreifen

Fussgänger steht am Fussgängerstreifen

Fussgänger steht am Fussgängerstreifen

 

Körperhaltung eindeutig: "Ich will hier rüber!"

Körperhaltung eindeutig: "Ich will hier rüber!"

Sorry, Google - Auto muss weiter, Zeit ist Geld ...

Sorry, Google - Auto kann nicht anhalten, Zeit ist Geld ...

 

Thank you for your cooperation!

Thank you for your cooperation!

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StreetView – Hochmodernes Tool versagt, EDÖB Thür ist gefragt

Stichproben mit Googles StreetView in der Wohnortgemeinde von bobsmile zeigen auf: Gut lesbare Fahrzeugkennzeichen, klar erkennbare Gesichter.


Da hat das von Google als „hoch modernes Tool“ angekündigte Anonymisierungssystem leider total versagt.
Ein Fall für den eidgenössische Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragten (EDÖB), Hanspeter Thür?

Google behauptet, es sei ja alles mit dem EDÖB Hanspeter Thür abgesprochen, der sich seinerseits „intensiv“ mit StreetView befasst habe.

Das stimmt, so hat sich Herr Thür im Juni gegen Google durchgesetzt und die Freischaltung von StreetView mit gewissen Auflagen verknüpft:
Bevor der Internetriese auf Schweizer Strassen Bilder für seine Plattform Google Street View schiesst, müssen die Passanten informiert werden.

Und so informiert Google über anstehende Aufnahmen.

1. Ich, der zu informierende Passant, muss aktiv bei Google die Hilfe anklicken.
2. Dann links die Schaltfläche „StreetView FAQ Liste“ anklicken.
3. Dann klicke ich den Menüpunkt „Wo werden in der Schweiz die nächsten Fotoaufnahmen gemacht?“ an.
Dort erfahre ich dann:

„Im Juli und August 2009 beabsichtigen wir, an den unten aufgelisteten Orten Aufnahmen für Street View zu machen.“
[es folgt eine Liste mit Kantonen und Ortschaften]
Bitte beachten Sie, dass sich diese Planungen durch technische und operative Umstände (so z.B. Witterung und Verkehrslage) ändern können „und die Liste aus diesen Gründen unter Umständen auch nicht jederzeit vollständig ist“. In kleineren Orten können von Street View-Fahrzeugen Aufnahmen während der Durchfahrt aufgenommen werden oder wenn diese Orte an die genannten Städte angrenzen. Die Übersicht wird regelmäßig aktualisiert.

Meiner Meinung nach eindeutig ein Verstoss gegen die vom EDÖB auferlegte Informationspflicht.
1. Der Passant muss aktiv ins Internet und bei Google in der Tiefe nachschauen gehen.
2. Bei schönem Wetter darf das Google-Auto auch schon mal etwas weiter in nicht aufgeführte Gebiete fahren als geplant.
3. Schwammige Aussage. (z.B. „regelmässig aktualisiert.“ kann auch alle drei Jahre heissen.)

Und was ist nun mit dem mangelhaften „Blurring“ von Gesichtern und Fahrzeugschildern?

EDÖB Thür legt die Spielregeln in seiner Aussage eindeutig fest:

«Sollte es in Einzelfällen vorkommen, dass die Anonymisierung nicht ausreicht, legt der EDÖB Wert darauf, dass Google unverzüglich handelt und Anonymität herstellt»

Google bietet dazu eine (schlecht sichtbare) Schaltfläche am unteren Bildrand um schlecht anonymisierte Bilder melden zu können.

«Sollte er [der Anonymisierungsprozess] erhebliche Mängel aufweisen, wird der EDÖB selbstverständlich die erforderlichen Massnahmen ergreifen, um den Datenschutz sicherzustellen.»

Man darf gespannt sein, ob Schiedsrichter Thür auf Einhaltung der Spielregeln pocht und Google die gelbe Karte zeigt.

Ich werde auf jeden Fall mal ein paar Bilder*) nur ein Bild melden und schauen, ob Google „unverzüglich (=sofort!) handelt und die Anonymität wieder herstellt.

[ *) Update (Danke Titus) 🙂 : Warum die ganze Arbeit, und damit die Verantwortung von Google abnehmen? Den Rest sende ich direkt dem EDÖB. ]

Weitere Links zum Thema:

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Schweinegrippe – Geschäftemacherei mit des Menschen Angst

Während die saisonale Grippe so interessant und populär ist wie etwa Beat Schlatter (Werbegespöttspot für Bell und BAG) , wird eine „Schweinegrippe aus Mexico“ natürlich viel eher wahrgenommen.

Die irreführende Bezeichnung „Schweinegrippe“ wird, trotz offizieller Namensdefinition der WHO „Neue Grippe“ (Novel Flu), durch die (auch davon profitierenden) Medien fleissig weiterverbreitet und steigert so die Absatzchancen der Pharmakonzerne für ihre neuen Impfstoffe und umstrittenen Grippe-Medikamente.
So rollt der Rubel durch vorbeugende Abgaben von Tamiflu – gemäss neusten Studien treten starke Nebenwirkungen bei Kindern auf – und Regierungsplänen für flächedeckende Impfungen.

Aber Achtung, it’s not cool, man:

Serum könnte für böse Überraschungen sorgen

[…]Bei der Einführung eines neuen Medikaments gilt statistisch eine altbekannte Faustregel: Um eine Nebenwirkung zu finden, die einen von 10.000 Menschen betrifft, muss man zuvor mindestens 30.000 Probanden getestet haben. Für Deutschland bedeutet das: Werden im kommenden Herbst und Winter also 25 Millionen Menschen hierzulande mit den neuen Seren gespritzt, können Nebenwirkungen auftauchen, die in den klinischen Studien niemals beobachtet worden sind.[…]

In einem Beitrag von Dr. Wolfgang Wodarg (SPD), Flensburger Mediziner und Bundestagsabgeordneter, warf er der Pharmaindustrie eine gezielte Angstkampagne vor, um den Absatz an Grippemitteln zu steigern und die Entwicklung teurer Impfstoffe zu fördern. Forschungsinstitute erhielten mehr Mittel, nachdem sie die Panik zuvor geschürt hätten.

„Die Angst-Kampagne wirkt: Plötzlich reden alle nur noch davon, wer von dem knappen Grippemittel „Tamiflu“ wie viel Tabletten einlagern darf, oder wer sich wie viel des neuen Grippeimpfstoffs „Optaflu“ bei Novartis reservieren darf. Politiker rennen Big-Pharma die Türen ein und die Krankenkassen nutzen die Diskussion, um mehr Steuerzuschüsse in den Gesundheitsfond zu ziehen.“
[Ganzer Artikel: Schweinegrippe – das Geschäft mit der Angst]

Auch in anderen Branchen wird fleissig die Werbetrommel gerührt, z.B. auch in der IT Branche springt man auf den Pandemiezug auf und wirbt für Homeoffice-Lösungen wie zum Beispiel eine IT-Security-Anbieterin für die Anschaffung eines Fernzugriffs:

„Führende Hersteller hielten für solche Systeme sogenannte Pandemie- oder Notfall-Lizenzen bereit heisst es. Mit Notfall-Lizenz könne eine Unternehmen für alle Mitarbeiter den Fernzugriff – zu einem stark vergünstigen Preis – sofort und zeitlich befristet freischalten“
[Quelle: ictk]

Auch gewisse Firmenwerbungen in den Google-Anzeigen pervertieren die Angst zu ihren Gunsten, wie ein SnapShot aus diesem Blog-Artikel zeigt:

AdH1N1

„H1N1: Entfliehen Sie“! Ferien am Meer Olbia in 1h10 ab Genf.
Grööl! 😀
Als ob nicht gerade internationale Flughäfen die grössten H1N1 Umschlagplätze wären.
So wird das Virus dann wenigsten rasch nach Sardinien verschleppt, ein weiterer Markt für …, genau, Sie wissen schon.

Ich fahre jetzt zum Flughafen Zürich, küsse eine niessende Mexikanerin und lege mich für eine Woche ins Bett.

Gute Nacht, Schweiz!

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