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Bischof lässt Furkapass sperren

Gut, der Mann heisst nur Bischof und ist Klavierlehrer, was ihn allerdings nicht davon abhielt einen missionierenden Verein mit mitlerweilen 300 Jüngern Mitgliedern zu gründen, dessen erklärtes langfristiges Ziel es ist, „je einen schweizer Pass pro Sommerwochenende autofrei zu machen“. Letztes Jahr war es der Lukmanier, dieses Jahr soll es der Furkapass sein.


Gemäss Beitrag in der Basler Zeitung macht Herr Bischof einen etwas seltsamen Vergleich

„… mit anderen Schonräumen wie Ruheabteilen in Zügen oder rauchfreien Zonen, die ebenfalls von der Öffentlichkeit akzeptiert werden.“

Na klar, hier haben ja auch wirklich alle etwas davon. Aber die Sperrung einer Hauptverkehrsachse in der Hauptsaison, (Samstag, 11. August 15h00-19h00,) also genau dann , wenn der Wechsel der Feriengäste stattfindet, scheint mir doch weniger im „Interesse der Öffentlichkeit“ zu sein.

Wer jetzt glaubt, eine so wichtige Verkehrsader wie die Verbindung Innerschweiz /Wallis sei nicht einfach so zu sperren, der irrt gewaltig. Ohne Probleme haben die Staatsräte im (Unter-)Wallis dieser Sperrung zugestimmt. Abgesehen vom CO2-Hipe, gab es da wohl sicher noch „mehrheitsfähigere“ Argumente.

Und zudem

… ist so eine Sperrung nur mit der Unterstützung des einheimischen Gewerbes sinnvoll: „Es soll auch lokale Wertschöpfung geben.“ …

(O-Ton Herr Bischof)

Nur komisch dass im Leserbrief von Stefan Gemmet, Hotelier Grimselpass, da so gar keine Freude aufkommen will:


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(Quelle: WalliserBote)

Damit jetzt kein Missverständnis aufkommt, ich bin kein Gegner der muskelbetriebenen, zweiradfahrenden Zunft, (s.a. mtb schnupperfahrt) und ziehe meinen Hut vor jedem, der da so einen Pass mit gedopter antrainierter Muskelkraft erklimmt. Aber es gibt doch so viele schöne Pässe, die abseits der Hauptverkehrsachsen liegen und problemlos für einen ganzen Tag gesperrt werden könnten.
(Beispiele: Glaubenbühlpass, Chasseral, Weissenstein, usw.)

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Wenn der Bill mit dem Bill – Software gegen Klimawandel?

Die CO2 Problamatik avanciert nun eindeutig zum HYPE, denn Bill Gates‘ Software- und Geldschmiede will…

…zusammen mit der William J. Clinton Foundation an Klimaschutzprojekten arbeiten. Gemeinsam mit der Stiftung des ehemaligen US-Präsidenten werde man Technologien entwickeln, die den Verwaltungen von Großstädten bei der Entwicklung von Strategien zur Senkung der CO2-Emmissionen helfen.

(Quelle: de.internet.com /Marketing-News)

Entwicklung von Technologien für die Entwicklung von Strategien? Was heisst denn das konkret? Da tut’s doch auch Papier und Bleistift, oder?

                                                                            

In einem anderen Artikel erfährt man etwas mehr über die Absichten der Foundation:

…Die Clinton Climate Initiative (CCI) des früheren US-Präsidenten Bill Clinton will mit einem groß angelegten Gebäudesanierungsprogramm gegen die Energieverschwendung in den Städten der Welt vorgehen.

Quelle: www.taz.de 

Aha! Und wie wir in dem Artikel weiter lesen können, funktioniert das ganze bereits prima mit einer Win-Win-Situaton für alle Beteiligten.

…In Berlin nämlich wurden in den letzten zehn Jahren bereits 1.300 öffentliche Gebäude nach dem Prinzip der Einsparcontractings energetisch saniert. Bei diesem Verfahren renoviert ein externer Investor auf eigene Kosten die Haustechnik, anschließend erhält er für einen definierten Zeitraum einen Teil der eingesparten Energiekosten ausbezahlt. Am Ende rechnet sich das für den Investor wie auch für den Eigentümer des Gebäudes.

Quelle: www.taz.de

Aber wozu braucht es jetzt da nun noch Webservices? MS Outlook und MS Project gibt es schon, der Rest wird von findigen Profitgesellschaften erledigt, die ihre Werkzeuge gleich selber mitbringen.
Nee, is klar! Wir wissen ja, worum es Microsoft geht.
Neue Dienste benötigen neue Plattformen. Vista, Longhorn und Co. Und bei einem so gigantischen Markt wie der Gebäudetechnikbranche muss man schon rechtzeitig den Standard setzen den Markt beherrschen, damit der Dollar brav nach Redmont rollt.

Vielleicht sollten wir doch vorher die nördlichen Wälder abholzen, das geht bestimmt schneller, als auf das erste Release von CO2.net zu warten.
-> http://www.readers-edition.de/2007/04/10/fichten-faellen-klima-retten/

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Klima oder Wetter, Kapriolen in der Politik

Also im Moment geht über Bern ein Sommergewitter nieder!
Ich staune, wie es die Bäume hin und her schmeisst, und der Regen laut ans Fenster trommelt, wo ich doch letztes Jahr um diese Zeit auf meinem Board die Piste runterflitzen konnte.

Dabei vergeht eigentlich kein Tag ohne Meldung über die globale Erderwärmung in der Presse, die ja massgeblich schuld ist (die Erwärmung, nicht die Presse) an den jüngsten Wetterkapriolen, und die, wie nun endlich auch wissenschaftlich belegt, durch Menschenhand verursacht wurde. (Von  wem auch sonst?)

Nur: Ein untypisches Wetterverhalten beweist noch lange nicht die Existenz eines Klimawandels, wie Thomas Bucheli im Meteo-Blog erklärt:

Die Faktenlage ist klar: Der Einfluss des Menschen mit seinen Aktivitäten auf das globale Klima kann heutzutage von niemandem mehr ernsthaft bestritten werden.
[…]
Dennoch: Wetter ist nicht gleich Klima! Ich wehre mich daher vehement gegen die Tendenz, dass wir jedes „speziellere“ Wetter reflexartig direkt und unmittelbar mit der „globalen Klimaveränderung“ gleichsetzen wollen.
[…]
(Quelle: SF Meteo-Blog)

Und dann sind da noch die politischen Vorstösse, die ausser einer neuen Steuer wenig bis gar nichts bringen.


(Quelle: Nebelspalter)

Eine saubere Umwelt lässt sich nicht einfach erkaufen, da brauchts „globale Lösungen“.
Hat die USA das Kyoto-Protokoll eigentlich schon unterschrieben?
Nein, und Australien auch nicht. Die verbieten jetzt erstmal die Glühbirne. (Nachlese auf Tagesschau sf.tv)

Down-Under ist übrigens Wahlkampf, na geht ihnen ein Licht auf?

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Ältester Beruf

Expertenstreit zwischen Chirurg, Architekt und Politiker, welches der älteste Beruf ist.

Chirurg: «Gott hat Adam eine Rippe entnommen und damit Eva erschaffen. Dies war die erste Operation, also ist Chirurg der älteste Beruf»

Architekt: «Bevor Gott den Adam er-schaffen hat, erschuf er aus dem Chaos die Welt, also ist Architekt der älteste Beruf.»

Daraufhin der Politiker lässig: «Und wer erschuf das Chaos …?»

(Quelle: Nebelspalter auf news.ch)

Lust auf mehr gespaltenen Nebel? Hier geht’s lang …

Nebelspalter

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Alles Käse, zweite Runde…

Aha, jetzt zieht dieser Käse seine Fäden also doch noch bis nach Lausanne! 

Walliser Milchverband geht vor Bundesgericht – gelesen in Nachrichten.ch
Man darf gespannt sein!

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Alles Käse oder – was?

November, 2003

Da staunten wir „Üsserschwiizer“ nicht schlecht, als das Bundesamt für Landwirtschaft entschied, nur noch die Walliser dürften ihren Schmelzkäse „Raclette“ nennen.
1 : 0 für den Walliser Milchverband, der damals das Gesuch für die Ursprungsbezeichnung (AOC) eingereicht hatte. Der Vereinigung der Deutschschweizer Raclette-Produzenten blieb vorerst nur der Biss ins saure Cornichon und das Einschlagen des Rechtswegs.

Juni, 2006

Fast drei Jahre später und mit einem 80 Seiten dicken Urteil hat nun die Rekurskommision des Eidgenössischen Volkswirtschaftsdepartements (Reko EVD) den Entscheid wieder umgestossen.
Erleichterung beim Verein „Raclette Suisse®„, werden doch in der Schweiz jährlich 11000 Tonnen Schweizer Raclettekäse und 2000 Tonnen Walliser Raclette gegessen.

Der Walliser Milchverband zeigte sich entäuscht und prüft den Weiterzug ans Bundesgericht.

Wir dürfen also gespannt sein, ob die jährlichen 11000 Tonnen Käse weiterhin Raclette heissen dürfen, oder nur noch Schweizer Schabschmelzkäse o.ä.

Und wie steht es eigentlich mit dem Fondue?

Seinen Ursprung findet es warscheinlich im 1592 unblutig zu Ende gegangenen 1. Kappelerkrieg. Besonnene Eidgenossen organisierten ein paar Töpfe und stellten diese mitten auf die Grenze. Die reformierten Zürcher brachten das Brot und die katholischen Innerschweizer aus Zug die Milch. Während die Heerführer verhandelten, löffelte das Fussvolk in einem Akt der Verbrüderung gemeinsam aus dem selben Topf. Auch eine Art, Streit zu schlichten.

Vielleicht sollten die Raclette Suisse Leute mal mit einem Topf in den Lötschberg einfahren? Wer weiss…
FIGUGEL!

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Update 6. Nov. 2007:
Als letzte Gerichtsinstanz hat das Bundesgericht das Begehren des Walliser Milchverbands abgelehnt. [-> nzz]

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