Guten Morgen, kleiner Falter. Noch kannst du dich an den Blumen gütlich tun, doch schon bald wird es hier oben in den Walliser Alpen, wenn auch spät, eher ungemütlich für Insekten.
reisesachen
Via Leitern über Brücken zum Mamilchloch
Ausflug Weissenburgbad – Leiterenweid – Mamilchloch
(Mehr Fotos in Bobsmiles Bilderwelt …)
Lageplan Weissenburgbad – Leiternweid
Am Basler Rhy entlang ins Shadowland
Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erzählen. Allerdings sagen Bilder oft mehr als tausend Worte.
So lasse ich die Bilder sprechen, Schnappschüsse von unserem Ausflug. Dank der wirklich gut gemachten und offline benutzbaren „City Guide“ – App haben wir eine Prise Basel kennengelernt. Dank des vorgegebenen Rundgangs mit allerlei Wissenswertem (z.B. über den „Basler Taig“ im St. Alban Quartier) weiss ich nun auch, wo Hausfrau Hanna – Pardon – Madame Helvetia Schild und Koffer niederlegte, um einen Moment zu rasten und Rhein abwärts zu blicken. 🙂
- Trämmli am Hauptbahnhof SBB
- Flohmarkt vor Spalentor
- Rathaus am Marktplatz
- Basler Münster
- -.50 geschluckt, aber Dienst verweigert! 🙁
- Marktstand für die Ewigkeit
- Fähre „Wilde Maa“
- Skyline mit Basler Münster
- – ohne Worte –
- Haus „Zum Rothen Schneck“
- HOT! Dance Company PILOBOLUS
Credits:

Ein ganz spezielles Dankeschön der netten Bedienung im Goldenen Sternen, die uns, obwohl das Restaurant erst eine dreiviertel Stunde später öffnet, extra einen Tisch anbot, danach einen Kaffee mit Schuss und eine Latte Macchiato servierte, ja sogar das Kerzchen anzündete und einen Teller mit Konfekt offerierte. Das nennen wir Gastfreundschaft!
Siebenpässefahrt
Städtereise Lissabon
Der Ausflug nach Lissabon hat sich gelohnt. Faszinierende Stadt mit einer bewegenden Geschichte, nicht nur wegen den museumswürdigen eléctricos.
Herbstboten
Odyssee im Schnee
Ein Kurzbesuch beim Schwager in Saas Fee entwickelte sich am Freitagnachmittag zur Odyssee. 🙂
Wir liessen aufgrund der starken Schneefälle unsere Familienkutsche in Visp stehen und fuhren mit dem kleinen 4×4 vom Schwager ins verschneite Bergdorf hoch.
Am Abend kämpften wir uns durch Meter hohe Schneewehen hinunter zur Postautostation. Die Rückfahrt war kurz vor Schliessung der Strasse unheimlich gemütlich, der Postauto-Chauffeur ein entspannter Zeitgenosse, der die gestrandeten Fahrzeuge ohne Ketten (Kopfschütteln ob so viel Naivität) gekonnt umkurvte.
Auch der Autoverlad am Lötschberg war wegen Lawinengfahr eingestellt und so mussten wir uns entscheiden, ob wir mit unserem Auto nach Brig fahren und um einen Platz im Notverlad kämpfen, oder via A9 Martigny/Vevey zurück nach Bern fahren sollten. Wir entschieden uns für letzteres, was schlussendlich durch die Wetterbesserung im Waadtland sich als richtige Entscheidung erwies und so erreichten wir dann um 23:00 endlich müde aber erleichtert unser Zuhause. Trotzdem hat die ganze Reise irgendwie Spass gemacht.
Eine Menge Schnee in Saas-Fee.
Dummheit schützt vor Strafe nicht!
Wobei die Strafe mehr so im übertragenen Sinn zu verstehen ist.
Und wer sein privates Fotoalbum dann auch noch für eine Homestory à la SI für 20 Minuten-Berühmtsein öffnet, dem ist einfach nicht zu helfen!

(Bild Quelle: 20min.ch)
Dieses Baby gibt es nur in Italien. (sic!)
Wen’s interessiert, der kann’s hier nachlesen.
Ich beschränke mich, die selbsterklärenden Zitate der etwas naiven Eltern herauszustreichen:
«Was passiert, wenn uns die Polizei kontrolliert? Nehmen sie uns dann das Baby weg, weil sie glauben, dass wir es entführt haben?»
Und der 20minReporter fabuliert dazu:
Monika Matter gefriert das Blut in den Adern (sic!), wenn sie dies nur ausspricht.
Weitere erhellende Erkenntnisse:
«Wenn wir gewusst hätten, welcher Behördenmarathon auf uns zukommt, wären wir nicht weggefahren», sagt sie.
Tja, wenn wir gewusst hätten, dass da ein Baby auf uns zukommt …
«Im Nachhinein war dies unser Fehler. Aber wie hätten wir dies wissen sollen?», fragt die frischgebackene Mutter.
Ach du meine Güte, wenn man im 9. Monat noch mal verreist? Hei, was lernen junge angehende Eltern denn heutzutage in diesen New-Parent-Workshops?
«Etwas mehr Fingerspitzengefühl und Kulanz hätten wir von den Aargauer Behörden schon erwartet», sagt der Vater.
Fingerspitzengefühl:
„Jöö, die ist aber süss.“
Kulanz:
„Hm, sieht aus wie der Vater, und dem Ring nach sind sie dann sicher die Mutter? Gut, – STEMPEL- Willkommen in der Schweiz, kleine Maria.“
Abenteuer ÖV III – Nasse Tatsachen
Der Herbst ist eingetroffen und bescherte uns am letzten Montag einen nasskalten Wochenstart.
Mein Regenschirm, Modell Knirps, machte seinem Namen alle Ehre, war er doch gerade mal geeignet, Kopf und Haare vor Niederschlag zu schützen, so hatte nach kurzer Zeit der feine Nieselregen meine Hosenbeine tüchtig eingeweicht. Als ich dann endlich, nicht ohne vorher von anderen Schirmzumachern geduscht zu werden, in den Bus einsteigen konnte, zeigte sich bereits das nächste Problem.
Wohin jetzt mit meinem zu einem tropfnassen Stoffklumpen gefalteten Schirm? Der Nebensitz war noch leer. (Ok, nur so ein Gedanke!) Ich entschied mich dann doch, den Knirps an der Hand baumeln zu lassen, was meine Hosenbeine nur noch stärker einnässte.
Eine eben zugestiegene Dame zauberte gekonnt eine Plastiktüte hervor, steckte ihren Kleinstschirm hinein und verstaute alles zurück in ihre Handtasche.
Clever. Pendeln für Fortgeschrittene.
Anderntags war wieder schönstes Herbstwetter. Ich bin sicher, zum nächsten Regentag vergesse ich die Plastiktüte einzustecken, bin schliesslich Anfänger … 😀
Abenteuer ÖV – Der (freie) Sitzplatz
Wir schreiben den ersten Tag. Nach dem Einsteigen in die S-Bahn steuerte ich gleich auf den erstbesten Sitzplatz zu. „Ist hier noch frei?“, fragte ich einen junger Mann, etwa Mitte zwanzig, graublaue Handwerkerhosen, am Knie durchgescheuert, rotes T-shirt mit dem Aufdruck „Töfflibueb“. Dieser blickte konsterniert von seiner Pendlerzeitung hoch und starrte mich ausdruckslos an. Aufgrund seiner weiss verkabelten Ohrenstöpsel dachte ich, er hätte mich nicht verstanden und wiederholte freundlich meine Frage: „Ist hier noch frei?“
„Gaaaaanz falsch, Paps“, wie mich meine Tochter am Abend aufklärte. Beim Pendeln setzt man sich einfach auf die nächste leere Sitzfläche, ohne lang zu fragen. Das hält nämlich nur die nachkommenden Pendler auf, und zwingt andere, dir eine Antwort geben zu müssen. Für etwas, das keiner Antwort, geschweige denn überhaupt einer Frage bedarf.
Der Töfflibueb hatte sich denn auch bereits wieder in sein Pendlerblatt zurückgezogen, ich rutschte mit Hilfe auf Druck der nachrückenden Fahrgäste auf den leeren Sitz.
Ok, Merkpunkt Nummer eins: Hinsetzten, nicht fragen.

(Bildquelle: N24.de)
Es gibt natürlich Spielarten, wie Leute sich einen Sitz ergattern.
Das stumme Einklagen
Dame um die vierzig, schwarzes, streng nach hinten gekämmtes Haar, dunkelblaues Businesskostüm, schwarze Pumps, neben sich eine feste Globus Einkaufstasche voller dicker, bunter Dokumentmappen, angestrengter Blick auf ihre elektronische Agenda, irgendwelche Termine durchgehend.
Junges Mädchen in Jeans mit Löchern und einer weissen Steppjacke bleibt in stummer Anklage neben der Globustasche stehen. Die Business Lady, den Blick weiterhin angestrengt auf ihre Agenda gerichtet, zieht die Tasche etwas näher zu sich heran. Steppjacke lässt sich auf den nun halbfreien Sitz plumpsen, was die Tasche mit ächzendem Knarzen quittiert. So verharren Steppjacke, Globustasche und Business Lady in scheinbar friedlicher Übereinkunft nahe beisammen, und doch sind sie meilenweit voneinander entfernt.
Die fehlende Kinderstube
Tram Linie 8 Richtung Bern-Brünnen. Am Hirschengraben eingestiegen, setzte ich mich auf eine leere Zweierbank und stellte meine Tasche auf die leere Sitzfläche neben mich. Beim Kocherpark stiegen Leute zu, darunter ein Mädchen, knappe dreizehn, mit Turnschuhen ohne Schnürsenkel und Nasenpiercing, auf dem Rücken trug sie eine Art Geigenkasten aus Stoff.
Ich konnte gerade noch meine Tasche vom Nebensitz auf meinen Schoss stellen, als sie auch schon schwungvoll herumwirbelte und sich quer zur Fahrtrichtung auf den freien Platz setzte. Dabei drückte sie mir ihren Geigenkasten mitten ins Gesicht. Ich pochte mit leichtem Stöhnen auf mein Recht nach Luft. Keine Reaktion. Ich klopfte deshalb mit dem Knöchel des rechten Zeigefingers auf den Geigenkasten. Der Stoff schluckte meine Intervention, das Mädchen bewegte sich keinen Millimeter. Ich wollte gerade zu einem ernsten Gespräch ansetzten, da erhob sich die Montesori-Jüngerin und machte sich bereit für den Ausstieg an der nächsten Station.
Mein Ärger war noch nicht verraucht, da setzte sich ein laut in sein Handy quasselnder Mann neben mich. Ich machte mich bereit für den Ausstieg drei Stationen weiter, ich brauchte dringend frische Luft.
Der Weg ist das Ziel. Das mag eventuell für den Jakobsweg gelten, aber fürs Pendeln mit der Bahn ist der Weg lediglich verlorene Zeit, alle wollen nur irgendwie rasch von A nach B. Mir geht es da nicht anders.


































































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