{"id":5527,"date":"2014-05-13T11:31:11","date_gmt":"2014-05-13T10:31:11","guid":{"rendered":"http:\/\/www.bobsmile.ch\/wordpress\/?p=5527"},"modified":"2014-05-13T11:41:37","modified_gmt":"2014-05-13T10:41:37","slug":"schlammschlacht-rund-ums-shoah-business","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.bobsmile.ch\/wordpress\/2014\/05\/13\/schlammschlacht-rund-ums-shoah-business\/","title":{"rendered":"Schlammschlacht rund ums Shoah-Business"},"content":{"rendered":"<p>Ein US-Gericht hat <a href=\"http:\/\/www.handelszeitung.ch\/vermischtes\/holocaust-werk-gefaelscht-millionenbusse-fuer-autorin-610678\">die belgische Autorin einer gef\u00e4lschten Holocaust-Autobiografie dazu verurteilt<\/a>, ihrem Verleger 22,5 Millionen Dollar zu zahlen. Die Autorin Misha Defonseca hatte die Erfolgsstory \u00abLeben mit W\u00f6lfen\u00bb frei erfunden.<\/p>\n<p>Wie scham- und geschmacklos aber auch &#8211; k\u00f6nnte man denken.<br \/>\nBeleuchtet man allerdings etwas die Hintergr\u00fcnde, kommt der Verlag\u00a0Mt. Ivy Press und deren Leiterin, Jane Daniel, ganz schlecht weg. <a href=\"http:\/\/www.prnewswire.co.uk\/news-releases\/schadensersatzzahlung-an-misha-defonseca-verdreifacht---holocaust-uberlebende-erhalt-insgesamt-225-millionen-usd-154315085.html\">Nicht nur dass sie die phantasievolle Erz\u00e4hlerin Misha Defonseca um ihren Anteil betrogen hat<\/a>, nein, sie war urspr\u00fcnglich sogar Ausl\u00f6ser dieses Hoaxes. Ein weiterer unr\u00fchmlicher Stein im <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/spiegel\/print\/d-13680385.html\">Shoah-Business<\/a> (-&gt; Amerikaniserung des Holocaust)<\/p>\n<p>Denn gem\u00e4ss <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/spiegel\/print\/d-9133130.html\">Henryk M. Broders Ausf\u00fchrungen zur Begegnung 1996<\/a>, (also noch vor der Ver\u00f6ffentlichung des Buches,) mit den drei Protagonistinnen (Erz\u00e4hlerin Misha Defonseca, Ghostwriterin Vera Lee und Verlegerin Jane Daniel) war die Geschichte alles andere als wasserdicht. Weder schriftliche Belege, noch lebende Zeitzeugen konnten die autobiographischen Erlebnisse Defonsecas untermauern.<\/p>\n<blockquote><p>Zitat Jane Daniel, Verlegerin:<br \/>\n<em>&#8222;Das Buch war meine Idee&#8220;, sagt Jane Daniel mit dem Stolz einer Entdeckerin, die bei &#8222;Rudis Reste Rampe&#8220; ein echtes Faberg\u00e9-Ei gefunden hat.<\/em><br \/>\n[&#8230;]<br \/>\n<em> &#8222;Ich verlege alles, was ich verkaufen kann.&#8220;<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p>So so, und jetzt bekommt sie sogar ihre 22.5 Mio Dollar wieder zur\u00fcck, nachdem sie sich an der gefakten Autobiographie eine goldene Nase verdient hat.<br \/>\nAlso wer ist hier nun Betr\u00fcgerin und wer Betrogene?<\/p>\n<p>Jedenfalls scheinen die Hintergrundberichte zu dem Fall spannender zu sein, als das eigentliche Streitobjekt, die erfundene Geschichte &#8222;Leben mit W\u00f6lfen&#8220; (im Original: &#8222;Misha: A Memoir of the Holocaust Years&#8220;).<br \/>\nDenn das geh\u00f6rt definitiv zur\u00fcck ins pers\u00f6nliche Kopfkino der <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Misha_Defonseca\">Misha Defonseca, alias <i>Monique De Wael<\/i><\/a>.<\/p>\n<blockquote><p>Zitat Defonseca<br \/>\n&#8222;This story is mine. It is not actually reality, but my reality, my way of surviving.&#8220; (Quelle: <a href=\"http:\/\/www.afp.com\/en\/news\/author-who-made-holocaust-memoir-told-repay-225-mn\">AFP<\/a>)<\/p><\/blockquote>\n<p>Quellen und Artikel zum Thema:<\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"http:\/\/www.handelszeitung.ch\/vermischtes\/holocaust-werk-gefaelscht-millionenbusse-fuer-autorin-610678\">Holocaustwerk gef\u00e4lscht &#8211; Millionenbusse f\u00fcr Autorin<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.prnewswire.co.uk\/news-releases\/schadensersatzzahlung-an-misha-defonseca-verdreifacht---holocaust-uberlebende-erhalt-insgesamt-225-millionen-usd-154315085.html\">Holocaust-\u00dcberlebende erh\u00e4lt insgesamt 22,5 Millionen USD<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/spiegel\/print\/d-9133130.html\">Henryk M. Broder \u00fcber die unglaubliche Lebensgeschichte der Misha Defonseca<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein US-Gericht hat die belgische Autorin einer gef\u00e4lschten Holocaust-Autobiografie dazu verurteilt, ihrem Verleger 22,5 Millionen Dollar zu zahlen. Die Autorin Misha Defonseca hatte die Erfolgsstory \u00abLeben mit W\u00f6lfen\u00bb frei erfunden. Wie scham- und geschmacklos aber auch &#8211; k\u00f6nnte man denken. Beleuchtet man allerdings etwas die Hintergr\u00fcnde, kommt der Verlag\u00a0Mt. 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