Bobsmile

Promi Charity geht mir manchmal so auf den Sack …

Batzebär – die Spendenaktion der Kinderkliniken Bern.

Eine gute Sache.

Dank den Spenden kann den schwer kranken und verletzten Kindern mehr als nur die sogenannte Grundversorgung, nämlich Fachärzte und weitere Dienste, die für den Heilungsprozess ausserordentlich wichtig sind, bereit gestellt werden.

Und so spendeten die beiden Schweizer Künstler Gölä und Flöru ihren Song „Wenn ig jung muess stärbe“ kurzerhand dem Batzenbär.

Schön und gut, wenn da nicht dieser ach so promotionslastige Beipackzettel wäre, auf dem ordentlich Werbung in eigener Sache gemacht wird.

(Quelle: http://www.batzebaer.ch)

Jetzt schon ein Ohrwurm? Dann muss das wohl stimmen.

Und sie haben den Song zusammen geschrieben? Nee,  höchstens den Originaltext vom Englischen ins Bärndüütsch übersetzt, denn Music und Lyrics sind zu 100% von der Gruppe The Band Perry – If I Die Young.

 

Die sind übrigens bei Republic Nashville Records unter Vertrag, die wiederum der Universal Music Group (UMG) gehört. Moment, Nashville? War da nicht dieses Projekt?

Die Bellamy Brothers und Gölä machen gemeinsame Sache.
Die Idee zum gemeinsamen Album kam, ganz unspektakulär, von Universal Music Schweiz. «Die Plattenfirma hat mich gefragt, ob ich mir eine Zusammenarbeit mit den Bellamy-Jungs vorstellen könnte», erzählt Gölä. (Quelle: bernerzeitung.ch)

Aha, genau. Dadurch, dass die Rechte am Song irgendwie im Haus (UMG) bleiben, braucht man bei „Wenn ig jung …“ da nicht unbedingt die „Inspirationsquelle“ zu nennen. Weiter geht’s …

Was macht denn Frau (ex Rominger) Jordi da auf dem Beipackzettel?
Und ach da sind ja auch die UMG Brüder wieder.

Ach so, eigentlich hätten Francine und Gölä, oder Florian das Duett machen sollen, schon alleine wegen dem „Jööh“ Effekt.
Nein, ist schon klar, in der zweiten Hälfte 2011, also im Anschluss an diese Charity Aktion, kommt das Album von „FloCine“ raus, wirklich geschickt eingefädelt von der Plattenfirma.

Klar, dass da Gölä mit einem SixPack  im Studio vorbeischaute und dann haben die beiden gelötet, bis sie Funken sahen und überall leere Bierdosen rumlagen.
Mal ehrlich, das Album von Flöru und Gölä ist doch bereits im Kasten und kommt pünktlich zu Weihnachten in die Läden, wetten?

Eben! Weihnachten, Leute.

Ach ja, eigentlich ging es ja um die Spendenaktion, fast vergessen.
Also ich unterstütze wohl besser den batzenbär direkt, das ganze Charitygesülze hier geht mir nämlich tierisch auf den Sack.

😀

Edit: Klar wurde ich nur durch dieses Projekt auf die Spendenaktion batzebär aufmerksam und ich begrüsse solche win-win Aktionen. Aber wenn sie denn mit einfachsten Mitteln zustande kommen, um werbetechnisch bestmöglich ausgeschlachtet zu werden, verliert das Engagement der „Gönner“-Seite für mich an Glaubwürdigkeit.

Weitere Abhandlungen zum Thema

 

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Klauen und Draufhauen, der freche Umgangston eines Nachwuchsjournalisten.

(Aufgegriffen dank Blogeintrag von Alice Gabathuler)

Es ist schon traurig, wie heute mittels „neuen“ Medien einfach Kohle gemacht werden kann.

Da holt sich ein aufstrebender Jungjournalist (Maurice Thieriet) bei einem etablierten Blogger (DRS 2-Wissenschaftsredaktor und infamy Blog Betreiber Patrick Tschudin) Informationen über die Hintergründe des Schweizerischen NASA-Märchens der NASA Mitarbeiterin Astrophysikerin Barbara Burtscher und bastelt einen Beitrag (Die eingebildete Astronautin) für seinen Arbeitgeber, ohne jedoch die Hauptquelle „seiner“ Recherchen zu nennen.

Und dafür gab’s dann auch noch den Zürcher Journalistenpreises in der Kategorie Nachwuchs. Klasse, die Hegemann wurde für’s Klauen wenigstens „nur“ nominiert!

Meiner Tochter, drittes Lehrjahr in Ausbildung zur Astronautin Automatikerin, wird in der Berufsschule bei Vortragsarbeiten per Androhung einer glatten Eins fürs Plagieren und Weglassen von Quellenangaben, bzw. Links mit Zeitstempel der Tarif durchgegeben. Soll man es ihr nun verübeln, wenn sie die Ernsthaftigkeit dieser Regel anzweifelt, wo es doch im „wahren“ Leben so ganz anders läuft, und leicht verdientes Geld dank fremdem Federschmuck so leicht zu haben ist?

Nicht genug damit, dass  Thieriet den Urheber der Inspiration weglässt, nein, er beleidigt seine Quelle auch noch aufs schäbigste:

«Der Blogger [Patrik Tschudin] ist mittleren Alters und alleinstehend. Nicht zufällig: Gute Geschichten sind wie gute Frauen. Man trifft zufällig auf sie, und wer nicht hartnäckig dranbleibt, kriegt sie nicht
(Quelle via medienwoche.ch: Broschüre des Journalistenpreises)

Hallo geht’s noch? Das grenzt an üble Nachrede und das ist meines Erachtens strafbar.

Da nützt es auch nichts, dass er dank Breitseite von Nick Lüthi, seines Zeichens Autor bei Medienwoche.ch und Redaktor beim Schweizer Medien Magazin Klartext, sich herab lässt und eine verstaubte Flasche Wein (20 Franken) mit bröselndem Korken als Entschuldigung dem Ideenlieferanten zukommen lässt. Und das bei einem Preisgeld von 10’000 (in Worten Zehntausend) sFr.!

Prominente Statements zeigen auf, der Preis steht auf einem wackeligen Sockel:

(via medienwoche.ch)

Und hier die lesenswerten Gedanken der direkt und indirekt Betroffenen:

Weiteres Kopfschütteln in der blogosphäre:

 

Und wer sich ein Bild über die Arroganz das unantastbare Selbstbewusstsein des Herrn Thieriet machen will, hier das Interview im persoenlich.ch:

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Komiker zu 35 Jahren Haft verurteilt

Viktor Giacobbo wegen Witz über Bundesrat für 35 Jahre in Haft.

Unmöglich sagen Sie? Vielleicht in der Schweiz, nicht aber in Burma!
Jetzt die ganze Geschichte erfahren und helfen:

 

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Schlagende Zeilen sind Glücksache

Als ich heute mein Holzpresseerzeugnis, sprich die Bund Zeitung aus dem Briefkasten holte, sprang mir die Meldung direkt ins Auge und ich dachte:

Ist Roger Federer Kannibale?

AUTSCH!

(Quelle: Zeitung „Der Bund“ Seite 1, 14.05.2011)

Tja, Zusammenfassungen für die Titelseite einer Zeitung wollen vorsichtig gewählt sein.

😀

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200 Millionen Franken Steuergelder kostet uns das Littering

Die Hemmschwelle fällt in der Nacht. Einmal kurz das Wagenfenster auf – und hepp …
Kein Wunder fand ich heute morgen in unserer Einfahrt zur Einstellhalle ein aufgeplatztes McD FressPaket.

Es sah ähnlich aus, wie dieses Bild hier

(Quelle: www.al.lu)

Hamburgerverpackungen reihten sich an verschmierten Servietten und Currysaucenschachteln.

Ich musste mir die Zahl noch einmal vor Augen führen:  200’000’000 sFr.
(Gemäss Studie im Auftrag des Bundesamtes für Umwelt BAFU)

Rechnet man vereinfacht für ein BigMac Menu ca 10 SFr, so ergibt das 20 Millionen Hamburger-Menüsäcke, oder nebeneinander gestellt, bei einer Grundfläche von 20 x 10 cm eine Gesamtfläche von 400’000 Quadratmetern weggeworfenemem Müll!

Das sind 56’023 Fussbaldfelder!

Nur, damit unsere Strassen von den „mutwillig“ verursachten Sauereien meiner Mitbürger gereinigt wird.

Da läuft definitiv was falsch!

🙁

Weitere Links zum Thema:

 

 

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Wenn die Produktinformation den Qualitätsverlust kaschiert

Es ist natürlich schon etwas kurios, wenn man bei einem Kerhrichtsack über Qualitätsverlust reden muss.

Wir kaufen uns immer diese Säcke, bei denen die Schnur gleich integriert ist und sich ein voller Sack ruck-zuck zusammenziehen lässt.

Leider war die letzte Serie dieser oecoplan – Kehrichtsäcke derart schlecht verarbeitet, dass jeder Sack beim Zusammenziehen der Schnur einriss und wir ganz „ausseroecoplanmässig“ mit Packet-Klebeband nachhelfen mussten.

Dabei hätten wir eigentlich nur die Bedienungsanleitung besser befolgen sollen, dann wäre das sicher nicht passiert. Jawoll!
(Ob sich da bereits mehrere Kunden beschwert haben, dass die so was draufschreiben müssen?)

Gut, die Dinger werden ja aus mindestens 80% rezykliertem Polyethylen hergestellt, dass ist dann wohl der Preis für 50% Reduktion der Umweltbelastung zu den Vorgängermodellen. Und da kann man ja eigentlich nix dagegen sagen! 🙂
(Aber ärgerlich ist’s halt schon, wenn einem der ganze Müll beim noch so sorgfälltigen Zuknoten vor die Füsse kippt.)

 

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Deckensturz im Bernaqua

Da waren wir endlich und zum ersten Mal im Bernaqua, dem Erlebnisbad im Berner Westside und ich wollte eigentlich einen positiven Beitrag schreiben. Die nette Dame von der Kasse zeigte uns Neulingen die Garderoben und erklärte geduldig die Technik des Kredit-Armbands. Dienst am Kunden. Und so genossen wir den unbeschwerten Aufenthalt (wir sind nicht mal ausgerutscht) im Wellnessbad und unsere Tochter ihr Geburtstagsgeschenk, eine Hot-Stone Massage.

Als wir später im Nudelrestaurant nebenan gemütlich zu Abend assen, passierte das Unfassbare. Ein Teil der Decke stürzte ein und verletzte zwei Personen. Wir erfuhren erst zu Hause im Internet, was sich nur kurz nach unserem Besuch abgespielt hatte. Ein Wunder, dass nicht mehr Personen verletzt wurden. Wenn ich daran denke, dass wir vor ein paar Stunden genau an diesem Ort standen …  🙁

Bilderquelle: 20min

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Einfach zu viele Baustellen …

… und ich meine jetzt nicht solche wie die neue Stadtangente Bern:

Sondern die ganz privaten Baustellen, wie zum Beispiel die neue Stützmauer auf dem Camping, die leider eine neue Plattenlegeaktion notwendig macht.

Inzwischen liegen bereits 30 Waschbetonplatten an ihrem neuen Platz, und ich als Bürogummi habe mir einen mega Muskelkater eingefahren. 🙁
Am Montag konnte ich kaum aufstehen, fühlte sich an wie ein Bandscheibenvorfall, war’s zum Glück nicht und rechtzeitig auf die nächste Schicht am Samstag scheinen die Schmerzen wieder abzuklingen.

Solche und viele kleine weitere Baustellen sorgen im Moment dafür, dass hier auf meinem Blog etwas auf Sparflamme gefahren wird, also quasi Tempo 60, wie auf der Stadttangente. 😀

 

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