Gesagt, getan. Das herrliche Spätsommerwetter ludt ein zum 2h 30min dauernden Spaziergang von Zollikofen nach Bern.
Gesagt, getan. Das herrliche Spätsommerwetter ludt ein zum 2h 30min dauernden Spaziergang von Zollikofen nach Bern.
In den letzten Tagen häufen sich die Meldungen, wie Herr und Frau Nationalrätin in spe sich mit Hilfe von PlagiatenAdaptionen tüchtig in Szene setzen.
Während die einen Plakate, oder auch nur die Farbe und drei Buchstaben, anderer Parteien „Missbrauchen“, drehen andere kleine Werbespot(t)s, deren Aufmachung 1:1 abgekupfert wurden.
(Zugegeben, der Masshardsche „Ein M besser“-Spot feat. Hans Stöckli ist nicht schlecht.)
Leider verblassen diese „Spielereien“ neben der mit vor Ausländerhass triefenden Massenplakatierung der finanzstärksten Volkspartei unseres Landes.
Gegensteuer
Ohne jetzt gleich zum Gewerkschafter zu mutieren ;-), finde ich die Inserat-Adaption, mit der die Unia für ihre Kampagne „Ohne uns – keine Schweiz“ wirbt, äusserst gelungen.

Chapaux!
Weitere Aufhänger im Netz:

Für drei Tage wurde das ehemalige Cellwar-Areal, wo dereinst Zollikofens neues Alterszentrum gebaut wird, zum Dorfplatz.
Am „Handwerkermärit“ und auf der Konzertbühne gab es viel zu bestaunen und bewundern.
Eine Kunstaustellung ortsansässiger oder -verbundener Künstler traff auf die Kunst von Schulkindern, Migrantinnen und Mädchen des Blaurings.
Mich beeindruckten vor allem die Bilder von Mercurius Weisenstein, Hanspeter Fiechter und Willi Baumgartner.

Aber auch die tollen Ideen und Kunstprojekte verschiedener Schulklassen brauchen sich in keiner Weise hinter den „Profis“ zu verstecken:
Das dreitägige „Abbruchfest“ gab Einblick auf das vielfälltige Kulturschaffen in und um Zollikofen.
Atelier Impressionen:
Altes Cellwar Fabrik Gebäude über Jahre kulturell neu belebt:
Coole Sache!
Die SVP hat Geld. Viel Geld. Und das wird dann in die meinungsbildenden Plakatkampagnen gesteckt. So hängt zum Beispiel direkt neben dem „Masseneinwanderung stoppen“-Plakat auch gleich noch der Ständerat Amstutz, der eben mal die ganze Schweiz repräsentieren will.
Alle anderen haben weniger Geld, und können sich nur Guerillawerbung leisten.

Der Stappi von Bern schnappt sich das SVP Grün und fordert: s.v.p wählt Alexander Tschäppät.
Man muss schon gute Augen haben, um diesen Slogan zu erkennen.
Obwohl, er selber ist ja eher schwerhörig, hatte er doch am Wochenende am Kids-Day den Stadionsprecher nicht gehört, der unmissverständlich aufforderte, auf das Rauchen zu verzichten. Herr Tschäppet paffte zufrieden Zigarre.
Und weiter gehts mit der CVP Frau Simone Curau-Aepli.
Die wandert mal eben auf Kosten der SVP genussvoll durch die Schweiz!

Aus Mangel an Geld für ein eigenes Plakat, wird einfach – ganz im Stil des Guerilla-Marketings – ein bestehendes Plakat überklebt, ein Foto fürs Facebookalbum und ein Video für youtube gedreht. Juristisch heikel, doch für Aufmerksamkeit ist gesorgt. Die unbezahlbare Gratiswerbung bekommt sie allemal.
Obwohl ihr das Wiederherstellen (Überkleben) durch die APG wohl in Rechnng gestellt werden wird.
Nur bei der FDP scheint es mit den richtigen Slogans irgendwie nicht zu klappen.
Die sollen ja sogar von der deutschen NPD abgekupfert haben. (Wie gruselig)

(Bild via 20min.ch)
NPD – klingelt da was?
Genau, das sind doch die, die der SVP die schwarzen Schäfchen geklaut haben.

(bild via persoenlich.ch)
Hier noch eine Schätzung der Wahlbudgets einiger Parteien:
(Quelle BaZ online.ch)
SVP: 15’000’000.- (gut geschätzt, da keine Offenlegung.)
CVP: 3’000’000.-
SP: 1’500’000.-
Grüne: 200’000.-
Weitere Blogs zur Plakatschlacht:
Ein Kollege hat mich auf einen Schweizer Musiker aufmerksam gemacht, der traditionelle Musik variantenreich interpretiert.
Mein Fazit: Ländler trifft Country. 😀
Für Ungeduldige, ab 01:20 geht die Post ab. 😉
Hier gibts mehr von und über Max Lässer: www.maxlaesser.com
Endlich! Die letzten Jahre kam immer etwas dazwischen. Doch dieses Jahr hat es geklappt.
Mit dem obligaten Bändeli, einer Hand voll Münz und gut gelaunt besuchten wir am Freitag Abend das Buskers Festival Bern’11.
In der Hosentasche hatte es dann schon noch mehr Münz. 😀
Die Planung im Vorfeld zeigte sich als sehr hilfreich, denn bei der grossen Zuschauermasse galt es rechtzeitig am gewünschten Ort zu sein.
Unser Favorit war ganz klar die Band „Supersiech“ aus Solothurn. Im Stil von Stiller Has rumpelten sie mit Mundartsongs und Tom Waits Covers durch die Gassen Berns. Aus der Region, für die Welt. Einfach cool!
(Bild via supersiech.ch)
Aha, gab’s 2009 für die kritische Auseinandersetzung zur Plakatkampagne mit dem Schulmädchen Larissa/Vanessa für den leumund.ch und mich noch eine saftige Bloggerkollegenschelte, so gibt uns beiden das aktuelle und angepasste Plakat 2 Jahre später doch noch recht.
(Bild: TCS touring Zeitung Nr.13 2011)
Anscheinend war das Anliegen der Kampagne doch nicht so gut erkennbar, weshalb es mit dem verständlichen Zusatz „IMMER GANZ ANHALTEN“ erweitert wurde, obwohl der eindringliche Apell einen Pleonasmus (- weisser Schimmel -) darstellt.
Aber die Message ist jetzt klar, und ich will nicht „schon wieder“ spitzfindig werden. 😉
Wir machten letzte Woche einen Ausflug und schipperten mit der nur zu einem Drittel besetzten MS Berner Oberland einen Tag lang über den Thunersee.
Dank Gutscheinen vom „Für dich und mich“-Grossverteiler war sogar für sie & mich die erste Klasse erschwinglich. Das schlechte Wetter schadet momentan der Schifffahrt, aber nicht unserer guten Laune und so genossen wir einen tollen Tag.
Soviel zum Tatort Thun, denn eigentlich wollte ich hier etwas ganz anderes los werden.
Europrofiteure
Momentan grasiert die Europandemie, und wir leiden mit. Eigentlich sollte mit dem Eurosturz auch die schweizer Preise purzeln, doch seit Jahresbeginn wissen wir dank Preisüberwacher Meierhans, dass es zahlreiche Euro-Profiteure gibt, die den Import ihrer Wahre künstlich hoch halten.
Jetzt droht Migros-Chef Bolliger Marken aus dem Sortiment zu nehmen, falls die Zulieferanten ihre Preise, mit der Begründung steigender Rohstoffpreise, sogar erhöhen wollen.
Praktischer Tipp fürs alltägliche Geschäft
Jeder, der sich länger als 2 Stunden im öffentlichen Raum bewegt, muss auch mal für kleine Jungs. Da lohnt es sich, ein paar Euros vom letzten Urlaub im Portemonnaie zu haben.
In Thun kostet bei McClean ein normales Geschäft 1,50 sFr. oder 1 € !
(Aktueller Wechselkurs: 1,15 sFr.)

(Bild via bootsintheoven.com)
Wir Schweizer zahlen aktuell ganze 23% mehr für’s Kacken.
Ob man das jetzt dem Preisüberwacher melden sollte?
Hm, aber der will sich ja wohl auch nicht mit jedem Scheiss herumschlagen müssen. 😀
Eigentlich sehen die Macher des Zürscher Startups Horizobu in ihrer Suchmaschine eher eine Erkundungsplattform. So werden anders als bei Google, Bing und Co. die Suchresultate auf wenige, relevante (wie immer die Entscheidungsfindung für „relevant“ sein mag ;-)) Treffer beschränkt und in sechs übersichtlichen Boxen bereitgestellt. Der Benutzer kann einzelne Boxen verwerfen, worauf neue Suchergebnisse deren Platz einnehmen, oder er kann per Drag and Drop die Box in eine seprate Liste ablegen.
Oberhalb der Trefferboxen stehen assoziierte Begriffe, mit denen sich die Suchanfrage noch verfeinern lässt. Ob mich dieser Ansatz, aus aggregierten Treffer-Vorschlägen auszuwählen, statt selber eine Trefferliste von Google zu überfliegen, überzeugen kann, wird sich zeigen.
Zumal das momantane „Garagenprojekt“ (O-Ton der Gründer) in Zukunft durch interessierte Geldgeber und Werbung finanziert und ausgebaut werden soll.
Ob Horizobu sich dann neben den Big Playern im Suchmaschinengeschäft behaupten kann, oder ob ihm das gleiche Schicksal wiederfährt wie der Suchmaschine Cuil, wird sich zeigen.
Weitere Infos zum Thema:
… ihn die Ungewissheit über einen Geschäftsablauf im Gesundheitswesen plagt, er aber keine Lust hat keine Zeit fand, bei den betroffenen Stellen direkt nachzufragen?
Er generiert einen parlamentarischen Vorstoss zum Thema „Wer ist der Nutzniesser, wenn jemand Blut spendet?“
Gestern war im 20min Pendlerblatt diese Randnotiz zu lesen:
Und heute hatte ich meinen Plasma-Spendethermin im Apheresezentrum der Insel Bern, wo mir eine völlig aufgebrachte Spendenhelferin ihren ganzen Frust über diesen polemischen Artikel im 20min mitteilte:“Wenn der wüsste, wieviel Gutes mit diesem Blut erreicht werden kann.“
Im Moment hat es nämlich gesamtschweizerisch nicht genug Thrombozyten (Blutplättchen, zuständig für die Blutgerinnung) für Herzoperationen und Chemotherapien von Leukämie erkrankten Patienten, so dass die Ärzte sich zum Teil sogar entscheiden müssen, wer gespendete Thrombozyten erhält und wer noch warten kann/muss. (sic!)
Da ich für die Thrombozytenspende geeignet bin, sagte ich spontan zu, statt nur Plasma zu spenden (45 min.), 1 Stunde länger zu bleiben und auch ein paar Thrombozyten da zu lassen. 😉
Doch zurück zum eigentlichen Thema:

Andreas Hofmann, pensionierter Gymniasial Lehrer (67), seit 1998 für die SP im Bernischen Grossen Rat, hat also seit langem ein ungutes Gefühl, was denn mit dem gespendeten Blut alles so angestellt wird und spendet darum seit längerem kein Blut mehr.
Schauen wir uns also seinen Vorstoss (hier das offizielle öffentliche Dokument) etwas genauer an:
Vorstoss-Nr: 110-2011
Vorstossart: InterpellationEingereicht am: 28.03.2011
Eingereicht von: Hofmann (Bern)
Weitere Unterschriften: 0
Dringlichkeit:
Datum Beantwortung:
RRB-Nr:
Direktion: .Wer ist der Nutzniesser, wenn jemand Blut spendet?
Ich habe in meinem Leben sehr viel Blut gespendet. Von kleinen Irritationen, wie etwa feh-
lenden Veloparkplätzen beim Blutspendezentrum, liess ich mich nicht abschrecken.
[…]
Moment mal! Was soll denn jetzt dieser themenfremde Seitenhieb? Also ich bekam sogar einen PW Parkplatz beim Apharesezentrum reserviert. 😉
Im Laufe der Zeit wusste ich immer weniger, was mit meinem gespendeten Blut eigentlich
geschieht. Es war zwar immer noch das SRK, das für die Blutentnahme zuständig war,
aber sonst war wenig klar. Ich hatte immer stärker den Eindruck, dass mit „meinem“ Blut
private Geschäfte getätigt werden.
Aber klar doch, woher sollen sonst die Zutaten für die Medikamente für Bluter kommen? Menschliches Plasma lässt sich nicht künstlich herstellen und wächst auch nicht auf den Bäumen.
Ich habe mal gehört, dass …
„Einspruch, Hörensagen“, rief der Verteidiger. „Stattgegeben“, antwortete der Richter.
… in den USA die Spender/-innen fürs Blutspenden bezahlt werden,was
allerlei negative Auswirkungen hat.
Genau aus diesem Grund wird den Frischblut-Spendern auch nur eine kleine Entschädigung, meist in Naturalien entrichtet (Sandwich, Kaffee, Schokoriegel, usw.)
Mir schien das schweizerische System mit den Gratisspenden besser.
Es ist jedoch möglich, dass die oben festgestellte „Amerikanisierung“
der Blutverarbeitungswirtschaft mit der Zeit auch eine „Amerikanisierung“ des
Spendewesens zur Folge haben wird. Das wäre schade.
Also im Klartext, wenn das Blut an Drittfirmen verkauft wird, sollte gefälligst der Spender auch profitieren, das wäre dann aber schade.
Genau aus dem Grund, dass die Qualität des Blutes hoch bleibt, ist die Spende eben freiwillig.
Aber wie ist das nun mit dem Verkauf von Blutprodukten an Gewinnorientierte Unternehmungen?
Gemäss Recherchen von bobsmile.ch wird nur der überschüssige Anteil, den die Spitäler nicht benötigen, an Pharmaunternehmen verkauft. Denn CSl Behring unterhält selber über 70 Plasmaspendezentren, die alle von der Tochtergesellschaft CSL Plasma betrieben werden. Acht von ihnen befinden sich in Deutschland, die anderen in den USA.
Es wird jedoch immer stärker beklagt, dass es bei den Blutspenderinnen und Blutspendern an Nachwuchs fehle.
Deshalb werden momentan auch intensive Kampagnen für die Motivation zur Blutspende geführt.
Wenn man mich davon überzeugen kann, dass Blutspenden tatsächlich immer noch vollständig der Allgemeinheit zukommen, werde ich wieder neu mit Blutspenden beginnen. Dazu braucht es jedoch wesentlich mehr Transparenz.
Diese Aussage ist leider falsch, denn hätte Herr Hofmann einen Blick auf die aktuelle Kampagne meinlebendeinblut.ch geworfen, hätte er gesehen, dass man nur zwischen 18 und 60 spenden kann.
Da Herr Hofmann seit mindestens sieben Jahren nicht mehr gespendet hat, frage ich mich: Warum unternimmt er erst jetzt einen parlamentarischen Vorstoss gegen sein „ungutes Gefühl“?
Ich habe die heutige Thrombozytenspende gut überstanden, dafür gab’s
Unterstütze auch du die Kampagne Mein Blut Dein Leben, und melde dich zur Spende an.
Geschäftemacher finden sich in jeder gemeinnützigen Branche, aber zu aller erst brauchen die Spitäler jetzt Nachschub an frischem Lebenssaft. 😀

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